Viele Schaulustige waren zum Kloster Fahr gepilgert, um den Grosseinsatz zu verfolgen. Ein Feuerwehrfahrzeug nach dem andern fuhr vor und die Feuerwehrleute sperrten das Gebiet und das Kloster grossräumig ab. Rund 80 Feuerwehrleute standen bei der Übung am Mittwochabend im Einsatz. Ohne Ferienabwesenheiten und Ausfälle wären es sogar noch mehr gewesen, sagte Daniel Schwab, Kommandant der Feuerwehr Engstringen, der selbst als Offizier an der Übung teilnahm. Die Klosterübung gehört zu den jährlichen Höhepunkten der Feuerwehr Engstringen.

Die Aufgabe: Rund 20 Personen, darunter viele Kinder, aus dem Klostergebäude retten. Schon bald drang Qualm aus den Fenstern. Einsatzleiter Marcel Holenstein organisierte die Rettungsaktion, bei der sowohl Handschiebeleitern wie auch eine automatische Drehleiter zum Einsatz kamen. Die Übung sei gut gelaufen und die Abläufe hätten gut funktioniert, bilanzierten der Weininger Oberleutnant Christian Roth und der Engstringer Oberleutnant Erwin Camini am Abend. Obwohl die Zusammenarbeit ähnlich abgelaufen sei wie in den vergangenen Jahren, hatte die Übung für die Feuerwehr Engstringen eine symbolische Bedeutung. Es war die erste grosse Übung seit der Fusion der Feuerwehren von Unterengstringen und Oberengstringen. Auch die benachbarte Feuerwehr Weiningen schickte einen Zug ins Kloster, um bei der Übung mitzuhelfen.

«Es ist schön, dass so viele Leute gekommen sind», sagte Schwab. Den Zuschauern wurde einiges an Unterhaltung geboten. Damit alle im Bild waren, kommentierte der ehemalige Oberengstringer Feuerwehrkommandant Olivier Béguin das Geschehen über Lautsprecher. Anschliessend luden die Schwestern des Kloster Fahrs zum Apéro ein und die Feuerwehrübung mündete in einem gemütlichen Dorffest.