Dietikon

Fertig geplant: Der neue Doppelkindergarten kommt auf die Lozziwiese

So soll dereinst das neue Kindergarten-Gebäude aussehen. (Visualisierung)

So soll dereinst das neue Kindergarten-Gebäude aussehen. (Visualisierung)

Der neue Doppelkindergarten an der Gjuchstrasse mit der Erneuerung des Quartierparks ist fertig geplant. Dem Projekt werden die Parkplätze im Süden der Lozziwiese und ein Teil der Bäume weichen müssen.

Nachdem das Dietiker Volk am 4. März den 2,37 Millionen Franken für den Doppelkindergarten Steinmürli zustimmte, ist nun der nächste Neubau reif für die grosse politische Bühne. Jüngst hat sich der Stadtrat mit dem Doppelkindergarten Gjuch befasst, der per Sommer 2020 den heutigen Einfachkindergarten an der Gjuchstrasse 9 ersetzen soll. Dem Gemeinderat beantragt er einen Kredit von rund 3,2 Millionen Franken. Später stimmt das Volk ab. Der heutige Kindergarten ist laut Stadtrat zu klein, schlecht nutzbar, veraltet und nicht erweiterbar.

Die 3,2 Millionen Franken umfassen nicht nur den Neubau, der am südlichen Rand der sogenannten Lozziwiese entstehen soll. Auch die Wiese wird umgestaltet. Von den heutigen Spielgeräten bleibt nur der Lozzi-Wurm – also die grossen farbigen Plastik-Rohre des Künstlers Yvan Pestalozzi aus den 1970er-Jahren –, der der Wiese den Namen gab. Alle anderen Geräte werden ersetzt. Insbesondere soll es neue Geräte für ältere Kinder geben. Die Stadt hatte analysiert, was es auf dem Spielplatz noch braucht. Die neuen Geräte kommen an anderen Standorten zu stehen als die bisherigen. Das Ziel: In der Mitte der Wiese soll eine grosse Fläche frei bleiben, damit sie ihrer Aufgabe als wichtigem Quartierpark weiterhin gerecht wird. Die Arbeiten am Areal kosten 750 000 Franken. «Dieses Geld investieren wir ins Quartier. Zudem dient der Spielplatz auch als Pausenplatz für den Kindergarten», sagt die zuständige Projektleiterin der Stadt, Daniela Saxer.

Der Silberahorn bleibt

Der Kindergarten kostet allein also 2,45 Millionen Franken. Er umfasst zwei 77 Quadratmeter grosse Haupträume, dazu zwei 26 Quadratmeter grosse Gruppenräume, plus Garderoben, Toiletten und Haustechnik. In Bezug auf den Standort – das Gebäude kommt im Süden der Lozziwiese zu stehen – gab es keine Wahl, da der Grossteil der Wiese zur Gewässerschutzzone gehört. Dem Projekt werden die Parkplätze im Süden der Wiese weichen müssen. «Spielplatz, Kindergarten und Parkplätze wären sowieso eine gefährliche Kombination», sagt Saxer. Weiter wurde so projektiert, dass möglichst wenig Bäume gefällt werden müssen. So bleibt etwa der grosse, prägende Silberahorn.

So ist der obere der beiden Kindergartenräume im Neubau geplant. (Visualisierung)

So ist der obere der beiden Kindergartenräume im Neubau geplant. (Visualisierung)

Die Planung hat bisher 151 000 Franken gekostet (bewilligt vom Stadtrat im April 2017). Im Gemeinderat könnte es zu reden geben, dass mit dem Minergie-P-Eco-Standard geplant wurde. Zur Erinnerung: Beim Doppelkindergarten Steinmürli strich eine knappe Mehrheit auf Antrag von FDP und SVP diesen Minergie-Standard raus, womit die Kosten um 300 000 Franken sanken (rund 2,4 statt 2,7 Millionen Franken). Dazu Daniela Saxer: «Dietikon hat das Energiestadt-Gold-Label. Daher wollen und müssen wir ein Vorbild sein. Dies haben wir bei der Planung berücksichtigt.»

Für das Projekt war ein Teilquartierplanverfahren nötig. Denn in den 1970er-Jahren war geplant, die Oetwilerstrasse als Verbindung zwischen Badener- und Überlandstrasse massiv auszubauen, weshalb die Baulinie nach Westen verschoben wurde. Das wird nun ruckgängig gemacht.

Das Bauprojekt stammt aus der Feder des Badener Architekturbüros BEM und eines Landschaftsarchitekten. Der Auftrag wurde im Planerwahlverfahren vergeben – vier Büros waren anfangs eingeladen, Ideen zu liefern. Was mit dem alten Kindergartengebäude geschieht, das der Stadt gehört, ist derzeit noch offen.

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