Sommerbeiz
Ferienstimmung mitten im Kreisverkehr

Bis Ende Oktober kann man auf dem Schlieremer Stadtplatz bei einem frischen Bier verweilen oder auch ein Mittagessen geniessen. Die Pizzeria Corona hat ein Gartenrestaurant im Stadtzentrum eingerichtet.

Dominic Kobelt
Merken
Drucken
Teilen
Entspannen mitten im Kreisverkehr
6 Bilder
Kies statt Sand – trotzdem kommt Ferienstimmung auf
Passanten erkundigen sich nach dem Angebot
Noch ist die Gartenbeiz von Baustellen-Abschrankungen umgeben
Marco Lazri wirft eine Blick in die ''Küche''
Marco Lazri begrüsst seine Gäste persönlich

Entspannen mitten im Kreisverkehr

Vorerst wird die «Sommerbeiz» nur probeweise betrieben. Wenn das Projekt erfolgreich verläuft, will man im nächsten Sommer weitermachen.

Die Idee, den Stadtplatz zu beleben und zu einem Treffpunkt für die Schlieremer Bevölkerung zu entwickeln, stammt von der Stadtverwaltung und der Detaillistenvereinigung Pro Schlieren.

Philipp Locher, Präsident der Detaillistenvereinigung Pro Schlieren, hat sich ebenfalls unter die Gäste gemischt. Er freut sich, dass es gut läuft:

«Ich bin positiv überrascht, wie viele Gäste es bereits hat, ohne dass gross Werbung gemacht wurde. Es ist doch toll, dass dieser Platz jetzt belebt ist», sagt er.

Ferienstimmung im Stadtzentrum

Mit etwas Vorstellungsvermögen kommt in der «Sommerbeiz» Ferienstimmung auf – blaue Sonnenschirme und ein weisses Zelt spenden Schatten und es duftet nach grilliertem Fleisch. Unter den Füssen knirscht zwar nicht der Sand, aber immerhin Kies.

Was der Ferien-Idylle noch etwas abträglich ist, sind die rot-weissen Baustellen-Absperrungen, die die «Sommerbeiz» umgeben, und der Verkehrslärm. Nach ein paar Minuten nimmt man das Rauschen der Autos aber kaum noch wahr.

Plötzlich ein lautes Scheppern: Die Serviceangestellte ist auf dem unebenen Boden ausgerutscht, kann sich aber gerade noch auffangen. Nicht nur der Boden bereitet Schwierigkeiten: Pommes frites gibt es noch nicht, obwohl sie auf der Karte stehen.

Die Infrastruktur fehlt noch, bis Montag sollte aber alles fertig eingerichtet sein. Die Gäste nehmen es gelassen: «Das sind aber lustige Pommes», meint ein Gast und lacht, als er seine Spaghetti bekommt.

Auch das Personal lässt sich nicht aus der Ruhe bringen: «Es läuft noch nicht alles so, wie es sollte. Aber es kommt schon gut, wir brauchen nur etwas Eingewöhnungszeit», sagt die Serviceangestellte.

Der Chef zieht eine positive Bilanz: «Ich bin wegen des Starts etwas gestresst, aber ich bin dankbar, dass die Leute reinschauen. Für den Anfang bin ich sehr zufrieden», sagt Marco Lazri, Inhaber der Pizzeria Corona.

Engagierter Chef

Gut die Hälfte der Tische sind um 12 Uhr bereits besetzt. Das Publikum ist bunt gemischt. Männer in Überhosen und solche im Anzug, Spaziergänger, die sich eine Pause gönnen, aber auch Stammgäste aus dem Corona.

Lazri geht von Tisch zu Tisch und begrüsst alle persönlich, fragt, ob es geschmeckt hat, und hilf beim Abräumen. «Es gab noch keine Reklamationen, ich denke, die Gäste sind bis jetzt zufrieden.»