Stadtspitäler

Fallzahlen gesteigert: Waid- und Triemli Spital schreiten mit der Fusion voran

Politische Turbulenzen und Umbrüche in der Spitallandschaft machten den Stadtspitälern in der Vergangenheit zu schaffen. (Archivbild)

Politische Turbulenzen und Umbrüche in der Spitallandschaft machten den Stadtspitälern in der Vergangenheit zu schaffen. (Archivbild)

Die Zusammenführung der beiden Zürcher Stadtspitäler zu einem Zentrumsspital ist auf gutem Weg. Damit sollen auch die kantonalen Leistungsaufträge 2023 gesichert werden.

Das Zürcher Stadtspital Waid und Triemli positioniert sich seit einem Jahr unter einer Leitung als Zentrumsspital. Das Triemli profiliert sich in hochspezialisierter Medizin, das Waid in der Altersmedizin. 35 Prozent aller stationären Patientinnen und Patienten sowie über die Hälfte aller Notfälle in Zürich werden an den beiden Standorten behandelt.

Die strategischen Entscheide des letzten Jahres – gemeinsame Führung, Nutzung von Synergien und abgestimmte Angebotsstrategie – hätten die Ausgangslage des Zentrumsspitals klar optimiert, sagte der Vorsteher des Stadtzürcher Gesundheitsdepartements, Andreas Hauri (GLP), gemäss einer Mitteilung von Dienstag.

Politische Turbulenzen und Umbrüche in der Spitallandschaft machten den Stadtspitälern in der Vergangenheit zu schaffen. Die Fallkosten waren zu hoch und es gab Doppelspurigkeiten bei den Angeboten und Strukturen. Mit der eingeschlagenen Strategie wollte die Stadt auf den bestehenden Stärken der Spitäler aufbauen.

Eine erste Bilanz fällt laut dem Gesundheitsvorsteher positiv aus. «Beide Standorte konnten die Wirtschaftlichkeit verbessern und weisen im stationären Bereich eine Zunahme aus.» Gleichzeitig seien die Qualität der medizinischen Angebote und die Patientenzufriedenheit unverändert hoch.

Das Triemli schloss das Jahr 2018 besser als budgetiert mit 1,4 Millionen Franken Gewinn ab, das Waid mit einem Defizit von 14,4 Millionen Franken. Das Gesundheitsdepartement bezeichnet dies «im herausfordernden Marktumfeld der Spitallandschaft» als «eine erfreuliche Entwicklung».

Auch im ambulanten Bereich bauten beide Spitäler aus: Insgesamt fanden im letzten Jahr über 17 200 Konsultationen mehr statt. Mit über 33 000 stationären und rund 220 000 ambulanten Patientinnen und Patienten gehört das Stadtspital Waid und Triemli zu den Top 10 der Schweizer Spitäler.

Kosten optimieren und Wissen bündeln

Neu werden alle Departemente und Abteilungen der Spitäler standortübergreifend geführt, wie Spitaldirektor André Zemp gemäss Mitteilung ausführte. Dies führe langfristig nicht nur zu einer wirtschaftlichen Optimierung, sondern auch zu einer Bündelung des Wissens, insbesondere in spezialisierten Bereichen.

Trotz erfreulicher Resultate blieben Herausforderungen wie Kostendruck, neue regulatorische Anforderungen und Fachkräftemangel in spezialisierten Bereichen weiter bestehen, schreibt das Gesundheitsdepartement. Im Hinblick auf die Sicherung der kantonalen Leistungsaufträge 2023 seien positive Entwicklungen sehr wichtig.

Der nächste Schritt auf dem gemeinsamen Weg wird die neue Rechtsform sein. Der Stadtrat will die Stadtspitäler in eine öffentlich-rechtliche Anstalt überführen. (sda)

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