Novartis
ESBATech-Schliessung: «Das gehört in der Biotech-Branche zum täglichen Geschäft»

73 Forschungsstellen streicht der Mutterkonzern Novartis in Schlieren und mit der ESBATech eine Gründerin des Bio-Technoparks. Die Geschäftsleitung des Technoparks und die Stadt Schlieren zeigen sich erstaunlich gelassen.

Alex Rudolf
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Mario Jenni - Mitgründer und Geschäftsführer Bio-Technopark Schlieren: Das Aus der ESBATech sei bedauerlich, aber keine Katastrophe.

Mario Jenni - Mitgründer und Geschäftsführer Bio-Technopark Schlieren: Das Aus der ESBATech sei bedauerlich, aber keine Katastrophe.

Für Mario Jenni, Geschäftsführer des Bio-Technoparks in Schlieren, ist die Nachricht von der ESBATech-Schliessung durch die Muttergesellschaft Novartis zwar eine traurige. «Ein Schock ist es jedoch nicht, denn solche Nachrichten gehören in der Biotech-Branche zum täglichen Geschäft», sagt er.

Dies habe damit zu tun, dass die meist jungen Unternehmen des Bio-Technoparks durch Kollaborationen mit etablierten Partnern wachsen würden. «Manche dieser Partner – wie etwa Roche – belassen die Standorte der Startups bei uns in Schlieren. Andere hingegen – wie nun Novartis – fahren eine Strategie der Zentralisierung und schliessen ihren Standort hier.»

Auch bezüglich der Zukunft der rund 70 ESBATech-Angestellten ist Jenni optimistisch. Denn als Cytos im Jahr 2011 rund 50 Stellen strich, fanden die meisten Arbeitnehmer bei anderen in Schlieren angesiedelten Biotech-Unternehmen eine neue Anstellung.

Bio-Technopark in Schlieren:

Biotech: Die Wagistrasse 14, einer der Prestigebauten mit Labors und Büros.
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Bundesrat Kaspar Villiger in Schlieren. Besuch des Biotech Centers Zurich in Schlieren am 3. Juni 2003. Rede in der Sporthalle Unterrohr von der FDP-Kanton Zürich organisiert. Stadtpräsident Peter Voser. Besuch ders Labors der The Genetics Company.
Neurimmune an der Wagistrasse 13 in Schlieren - Michael Salzmann (links) und Jan Grimm (rechts) in einem der Labors - Gewinner ZKB Pioneer Award.
Forschung in Schlieren.
Forschung in Schlieren.
Forschung in Schlieren.
Leo Krummenacher ( Chef des GHZ Gerwerbe- und Handelszentrum Schlieren - Wagi-Besitzerin) 2009. und Mario Jenni ( GHZ-Verwaltungsrat und Präsident des Biotech-Center Zurich in Schlieren ) in einem neuen Labor im neuen Gebäude Wagistrasse 14 in Schlieren.
Bundesrat Kaspar Villiger in Schlieren. Besuch des Biotech Centers Zurich in Schlieren am 3. Juni 2003. Rede in der Sporthalle Unterrohr von der FDP-Kanton Zürich organisiert. Schlierens Stadtpräsident Peter Voser. Besuch des Labors der The Genetics Company.
Rita Fuhrer besucht den Biotech-Park.
Wolfgang Renner, CEO of Cytos Biotechnology AG. 2005.
Mario Jenni, Präsident Biotech Center Zürich, Rita Fuhrer, Regierungsrätin Kanton Zürich, Peter Voser, Stadtpräsident Schlieren, Walter Krummenacher, Geschäftsleiter Gewerbe- und Handelszentrum Schlieren.
Der damalige Bundesrat Pascal Couchepin besucht 2002 den Biotech-Park Schlieren.
Biotech Center Zürich-Schlieren im Wagiareal in Schlieren - August 2004.
Der damalige Bundesrat Pascal Couchepin besucht 2002 den Biotech-Park Schlieren.
Die damalige Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Rita Fuhrer und Bruno Oesch, Prionics-Gründer 2004

Biotech: Die Wagistrasse 14, einer der Prestigebauten mit Labors und Büros.

AZ

Und die frei werdenden Büro- und Laborflächen auf dem Areal? Immerhin belegt ESBATech die obersten drei Stockwerke des 2013 fertiggestellten und ersten der vier geplanten Hochhäuser auf dem Wagi-Areal. Derzeit steht der Rohbau des zweiten Hochhauses gleich nebenan. Hat der Bio-Technopark künftig also Mühe seine Flächen zu füllen?

«Sicherlich nicht», sagt Jenni. Die Flächen im neuen Hochhaus sind bereits vermietet, die drei freiwerdenden Geschosse würden sicherlich bald Mieter finden, da sich stets neue Spin-offs der ETH, der Universität und des Universitätsspitals Zürich für Arbeitsflächen interessieren würden. Heute arbeiten rund 750 Personen für Unternehmen und 250 bis 300 Personen für die Universität am Standort Schlieren.

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Über 70 Mitarbeitende verlieren am Standort Schlieren ihren Job. Erhalten sie in Basel eine neue Chance?
Novartis plant, den Standort in Schlieren ZH zu schliessen. 73 Mitarbeitende müssen nun um ihren Job bangen.

Keystone

Für den Schlieremer Stadtpräsidenten Toni Brühlmann-Jecklin (SP) ist es bedauerlich, dass Novartis die Stadt verlässt. «Für das Image Schlierens war es gut, dass Novartis einen Ableger bei uns hatte», sagt er. Die betroffenen Angestellten müssten sich zwar nun umorientieren, doch sei die Bio-Tech-Branche aktuell gut aufgestellt. «Eine neue Anstellung zu finden, dürfte sich nicht allzu schwierig gestalten», so Brühlmann.