Dietikon

Es werde Licht: Künstler spenden der Bevölkerung einen Hoffnungsschimmer in dunklen Zeiten

Die Stadt Dietikon lanciert ein Kunstprojekt und fördert damit eine von Corona gebeutelte Branche.

Die Tage sind kurz, die Nächte lang. Und der Alltag wird durch die anhaltende Coronapandemie zusätzlich verdüstert. Ein Kunstrundgang in Dietikon soll nun wortwörtlich Licht in diese tristen Wintertage bringen: Zwölf Kunstobjekte werden vom 15. Januar bis zum 28. Februar um das Dietiker Zentrum zu bestaunen sein. «DietikON – Lichtkunst erleben» ist ein Gemeinschaftsprojekt der Standortförderung und der Kulturabteilung der Stadt Dietikon. An den zwölf Standorten werden jeweils von 17 Uhr bis 22 Uhr verschiedene Videoprojektionen, Leuchtobjekte und Kunstinstallationen zum Thema Licht gezeigt.

«2020 war ein dunkles Kapitel im Leben vieler Menschen. Mit diesem Projekt wollen wir unserer Bevölkerung einen Hoffnungsschimmer schenken und ein Lichtzeichen setzen», sagt Mitinitiantin Cinzia Marti von der Standortförderung Dietikon. Für das Projekt hat sie zwölf Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Regionen der Schweiz angefragt. «Viele Kunstschaffende leiden stark unter der Pandemie, etliche Ausstellungen und Kunstprojekte von ihnen sind abgesagt worden», so Marti. Deshalb hätten die Künstler auch gleich zugesagt. Sie seien dankbar für die Möglichkeit, mit der Lichtkunst trotz Coronaeinschränkungen Kunstprojekte zu realisieren und auf sich aufmerksam machen zu können.

Fische, Seile und ein Sternenhimmel

Dass letztes Jahr diverse Gesellschafts- und Kulturanlässe abgesagt werden mussten, erweist sich in Bezug auf die Finanzierung des Kunstrundgangs nun als Vorteil: «Das Lichtkunstprojekt haben wir mit den bestehenden Budgets, die für andere Veranstaltungen geplant waren, aufgleisen können», sagt Marti. Die Gelder seien schon vorhanden gewesen, zudem hätten sie auf die Unterstützung von Sponsoren zählen können.

Was daraus nun geworden ist, erfreut Marti sehr. «Die Resultate könnten nicht vielseitiger sein. Die Werke reichen von grazilen, poetischen Arbeiten bis hin zu kräftigen, plakativen Objekten.» Einzige Bedingung für die Kunstschaffenden war, dass die Werke mit Licht zu tun habend. Ansonsten sei ihnen komplette gestalterische Freiheit gewährt worden. So hat das Künstlerduo Pialeto aus Uster drei übergrosse Fische aus Bambusstangen erschaffen, die von innen mit LED-Strahlern ausgeleuchtet werden. Die Fische sind beim Kulturhaus Gleis 21 zu bestaunen. Der Tessiner Künstler Alex Dorici hat in der Zentralstrasse 14 ein räumliches Netzwerk aus Seilen installiert, die in der Dunkelheit ihre Farbe verändern. Angelika Dreher aus Schaffhausen verwandelt einen Durchgang bei der Kirche St. Agatha in einen Sternenhimmel. Und auf der Wiese bei der Kirchhalde hat Markus Eberhard einen Leuchtturm errichtet.

Der Grossteil der Objekte steht unter freiem Himmel, vereinzelt werden auch Schaufenster und Innenräume bespielt. Die im Innenraum aufgestellten Werke können coronakonform durch Schaufenster ­betrachtet werden.

Die zwölf Standorte in Dietikon:

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