Die Arbeitslosenquote betrug im September 2,9 Prozent. Dies entspricht zwar exakt der Quote von August, auf den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren Ende September aber 144 Personen mehr arbeitslos gemeldet als im August.

Amt für Wirtschaft und Arbeit rechnet mit weiteren Verschlechterungen

Insgesamt waren Ende September 20'772 Zürcherinnen und Zürcher bei einem RAV gemeldet, wie das AWA am Freitag mitteilte. Es rechnet nun damit, dass diese Zahl in den nächsten Monaten weiter ansteigen wird. Es gebe vermehrt Meldungen über Entlassungen in grösserem Ausmass und auch die Anmeldungen zu Kurzarbeitsentschädigungen seien angestiegen.

Meldeten im Juli erst 19 Betriebe Kurzarbeit an, waren es im August bereits 26 und im September gar 70. Mehr als die Hälfte der Anmeldungen vom September hätten als Grund die Frankenstärke angegeben. Die effektiven Kurzarbeitszahlen liegen aber erst Ende Jahr vor, da die abgerechneten Fälle jeweils mit drei Monaten Verzögerung in der Statistik erscheinen.

Kaderleute überdurchschnittlich betroffen

Gestiegen ist auch die Zahl der Entlassungen. Zwischen Anfang August und Ende September gingen beim AWA neun Meldungen ein, die insgesamt 627 Beschäftigte betrafen. Von den steigenden Arbeitslosenzahlen sind die Kader- und Fachfunktionen für einmal überdurchschnittlich betroffen.

Bei Hilfsfunktionen und Lehrlingen ist der Anteil der Arbeitslosen jedoch leicht zurückgegangen. (sda)