Schlieren
Erste Ü40-Party im Club Sax: Wo rund 200 Besucher eine Nacht lang das Tanzbein schwingen

Zur ersten Tanznacht für Über-40-Jährige kamen rund 200 Besucher in den Club Sax. Nach diesem Eröffnungsanlass findet der Event nun jeweils am zweiten Freitag im Monat statt.

Ly Vuong
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 Rund 200 Besucher kamen zur Ü40-Tanznacht ins Sax.
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Erste Tanznacht für Über-40-Jährige im Club Sax in Schlieren
Sara Benavent (49), Oberglatt, mit Kollegin Nati Garcia «Nati und mich trifft man oft an Ü40-Anlässen. An anderen Partys hat es beim Tanzen viele junge Leute. Man fühlt sich dann schnell wie ein Mami oder ein Grosi. Vor eineinhalb Jahren ging das Adagio in Zürich zu, dort gab es auch Partys für unsere Altersgruppe.»
Stefan Schmid (48), Urdorf, mit Manuel Valera «Ich esse oft mit meinen Mitarbeitern vom Baugeschäft im Restaurant Sax. Manuel Valera hat mich deshalb für heute eingeladen. Ich bin eigentlich schon seit fünf Jahren nicht mehr in einer Disco gewesen, das heisst aber nicht, dass ich nicht feiere. Die Stimmung hier ist gut.»
 In Zukunft findet der Ü40-Tanzabend einmal im Monat statt.
Jo Catena (49), Bonstetten, und Tanja Spörri «Mein Partner ist heute leider krank und kann nicht dabei sein. Eingeladen hat mich meine Kollegin Tanja Spörri, die diese Tanznacht hier eingefädelt hat. Ich mag Partys unter Gleichgesinnten. Mir gefällt es, dass die Leute zur Musik tanzen und nicht nur rumhocken.»
Nicole Streuli (45), Dietikon, mit Kollegin Franziska Perrez «Normalerweise besuche ich zusammen mit meiner Kollegin Franziska einmal im Monat die Ü40-Party in Kloten. Man fühlt sich wohl unter Gleichgesinnten. Es ist toll, dass es jetzt auch eine Ü40-Tanznacht in Schlieren gibt. Das ist sozusagen gleich vor unserer Haustür.»
Eitan Chaimovitz (63), Unterengstringen «Seit 2013 besuche ich mal alleine oder mit Kollegen Ü40-Partys in der Region. Die Atmosphäre ist gut und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Seit zwei Jahren bin ich Single. Ich erwarte nicht, hier die Frau fürs Leben zu finden, aber ich kenne Leute, die so jemanden gefunden haben.»
Jean-François Courdy (45), Schlieren «Ich versuche mich abzulenken. Meine Freundin starb letzten Herbst nach dreijähriger Krankheit. Es war eine schwierige Zeit. Ende letzten Jahres ging ich mit Kollegen zum ersten Mal an eine Ü40-Party. Am nächsten Ü40-Anlass in der ‹Bananenreiferei› in Zürich werde ich auch dabei sein.»
Anita Haas (58), Hunzenschwil «Ich bin mit meiner Kollegin zum ersten Mal hier. Sonst sind wir auch an Anlässen, wo Live-Musik gespielt wird. Die Atmosphäre gefällt mir, sie ist locker. Es hat meinem Gefühl nach etwas mehr Frauen als Männer. Ich hoffe, dass noch einige Männer mehr kommen werden.»
Lucia Votta (46), Evelyn und Uschi Zürcher (50), Buchs «Man kann uns immer wieder an Ü40-Tanzabenden antreffen. Es ist gut, dass es hier keine Teenies hat», sagt Lucia Votta. «Man ist unter Seinesgleichen. Wir haben es immer lustig und können ausgelassen tanzen. Der Flirtfaktor ist zudem gut», sagt Uschi Zürcher.

Rund 200 Besucher kamen zur Ü40-Tanznacht ins Sax.

Ly Vuong

Eine Schar Tanzfreudiger fand sich am Freitagabend im Club vom Restaurant Sax in Schlieren ein. Unter den rund 200 Besuchern sind jedoch keine Jugendlichen zu finden. Die Tanznacht war für Über-40-Jährige Partygänger vorgesehen. Restaurantinhaber Manuel Valera lancierte zusammen mit der Organisation «Tanzabend40» den Anlass zum ersten Mal.

Wer nun aber Oldie-Musik erwartete, lag falsch. Stephan Graf alias DJ Visconte legte Musik auf, die Erinnerungen an die Sommerferien oder die Jugend weckte. «Wichtig ist, dass die Lieder tanzbar sind», sagte er. Neben Hits aus den 90er-Jahren wie «What is love» von Haddaway spielte DJ Visconte auch aktuelle Stücke wie «Can’t stop the feeling» von Justin Timberlake. Das Musikkonzept ging auf. Die Besucherinnen und Besucher schwangen entweder das Tanzbein oder unterhielten sich an der Bar.

Zurzeit organisiert Marcel Giger von «Tanzabend40» monatlich an 22 Orten in der Schweiz solche Tanznächte. Tanja Spörri, eine Mitarbeiterin von Valera, war so begeistert von einem solchen Anlass, dass sie ihrem Chef vorschlug, die Partyreihe in den hauseigenen Club zu integrieren. «Ich war sofort begeistert von der Idee», sagte Valera. Ein solches Angebot habe im Limmattal noch gefehlt. Die Tanznacht findet nach diesem Eröffnungsanlass nun jeweils am zweiten Freitag im Monat statt.