Wahlporträt

Er vertraut nicht Extrempositionen, sondern konstruktiven Kräften

Warum Josef Wiederkehr (CVP) in den Nationalrat will

Warum Josef Wiederkehr (CVP) in den Nationalrat will

Der Dietiker CVP-Politiker und Unternehmer Josef Wiederkehr kandidiert für den Nationalrat und hat den erhofften Sitz zum Greifen nahe vor Augen. Er will im Nationalrat das Limmattal stärken.

Der Dietiker CVP-Politiker und Unternehmer Josef Wiederkehr kandidiert für den Nationalrat und hat den erhofften Sitz zum Greifen nahe vor Augen. Trotzdem muss er kämpfen, will er ihn am 23. Oktober auch besetzen. Er tut dies auf allen Kanälen wie Facebook, Twitter oder Youtube. Jede Stimme zählt.

Josef Wiederkehr ist kein Polemisierer sondern ein Sachpolitiker. Er vertraut nicht der Magie von Extrempositionen sondern der Macht konstruktiver Kräfte. Sein Motto heisst: «Miteinander, nicht gegeneinander.» Das beweist er seit 1999 im Dietiker Stadtparlament und seit 2005 im Zürcher Kantonsrat.

Verkehr und Raumplanung

In den Nationalrat will Josef Wiederkehr aus einem ganz bestimmten Grund: «Es ist ungemein wichtig, dass das Limmattal in Bern vertreten ist. Dort werden die Weichen für Verkehr und Raumplanung gestellt», sagt Wiederkehr. Das sind für die Entwicklung der Region aktuelle und entscheidende Politikfelder. Wie schmerzlich ein lokal verankerter Nationalrat dem Bezirk Dietikon fehlt, zeigt sich im Zusammenhang mit Massnahmen gegen Stau und Lärm. Die Stichworte dazu heissen «Gateway Limmattal», «Vorwärts Limmattal» oder «Chance Gubrist».

Mit dem Argument einer Limmattaler Vertretung im Nationalrat wirbt auch Wiederkehrs Konkurrenz von SVP und SP. Er sagt: «Ich habe nichts gegen weitere Mitstreiter für die Limmattaler Sache. Deshalb ist es wichtig, dass die Limmattaler Bevölkerung an die Urne geht und die Kandidaten aus dem Bezirk unterstützt.»

Josef Wiederkehrs Schwerpunktthemen als Politiker sind Verkehr und Siedlung, Wirtschaft und Gewerbe sowie die Familie.

Infrastruktur verbessern

So setzt sich Wiederkehr für eine Verbesserung der Infrastruktur in dicht besiedelten Gebieten ein. Namentlich der öffentliche Verkehr aber auch Velo- und Fussgängerwege sind zu fördern. Als Vize-Präsident der kantonsrätlichen Kommission für Bau und Planung fordert er einen Stopp der Zersiedelung, der Umwelt zuliebe.

Heiratsstrafe abschaffen

Als Kantonsrat hat Josef Wiederkehr dafür gesorgt, dass die Zahlungsfristen der öffentlichen Hand auf 30 Tage verkürzt werden, was die Liquidität des Gewerbes stärkt. Mit einer Parlamentarischen Initiative trug Wiederkehr zur Senkung von Grundbuchgebühren bei, was Hauseigentümer entlastet.

Als Präsident des Schweizerischen Gerüstbau-Unternehmer-Verbands bekämpft er erfolgreich Scheinselbstständigkeit und Lohndumping und setzt sich für die Lehrlingsausbildung ein. Im Bereich Familie will er die Heiratsstrafe zu Fall bringen, also Kinderzulagen steuerbefreien.

Platz drei in Reichweite

Auf den ersten Blick ist Josef Wiederkehrs Ausgangslage durchaus erfolgsversprechend, denn er startet von Listenplatz vier aus und die CVP-Kantonalpartei schenkt ihm bereits zum dritten Mal das Vertrauen. 2007 lag er am Wahltag 4400 Stimmen hinter Platz drei (36 150 Stimmen) zurück. Kathy Riklin, Urs Hany und Barbara Schmid-Federer haben zwar den Bisherigen-Bonus auf ihrer Seite, doch die Hürde ist nicht unüberwindbar.

Nationalratswahlen: In dieser Woche werden in der az Limmattaler Zeitung die Spitzenkandidierenden der vier wählerstärksten Parteien im Bezirk Dietikon vorgestellt. Morgen: Hans Egloff (SVP).

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