Mein Ding: Cevi
Er ist schon seit 16 Jahren dabei: Für Fabian Bertschi ist die Cevi das Grösste

Neben Freunden fürs Leben hat der Urdorfer Abteilungsleiter durch sein Hobby auch Autorität und Führungsqualitäten gewinnen können. Das Highlight seiner bisherigen Cevi-Zeit: Ein grosses Harry-Potter-Zeltlager.

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Im Cevi-Rümli bei der reformierten Kirche Urdorf verbringt Fabian Bertschi viel Zeit.

Im Cevi-Rümli bei der reformierten Kirche Urdorf verbringt Fabian Bertschi viel Zeit.

Sandra Ardizzone

Er ist schon seit 16 Jahren dabei: Fabian Bertschi, mit Cevi-Name Bär, ist einer der Abteilungsleiter der Cevi Urdorf, die rund 75 Mitglieder zählt und nächstes Jahr ihr 60-Jahre-Jubiläum feiert. Mit sieben Jahren hat seine Leidenschaft begonnen und ist seither nicht erloschen. «Ich habe damals einen Einladungsbrief zum Schnuppern erhalten und nach einem Nachmittag war klar, dass die Cevi für mich das Grösste ist», sagt der 23-Jährige. Wieso er zum Cevi-Namen Bär heisst, sei bis heute ein ungelöstes Mysterium.

Neben seinem Amt als Abteilungsleiter, also als Vereinsleiter, ist Bertschi auch noch aktiv an den Samstagnachmittagen beim Programm dabei. «Als ich mit 17 Jahren Abteilungsleiter geworden bin, war der Aufwand anfangs schon sehr gross, aber man wächst schnell in die Rolle hinein», sagt er. Er möchte auch kommende Leiterinnen und Leiter dazu ermutigen, eine solche Aufgabe zu übernehmen. Um sein Amt schliesslich gewissenhaft übergeben zu können, wird er diese weiterhin auf ihrem Weg unterstützen.

Mit seinen Cevi-Freunden lebt er in einer WG

Bertschi, der seit dem Sommer als Primarlehrer einer fünften Klasse in Illnau arbeitet, lebt in Zürich in einer WG mit seiner Mit-Abteilungsleiterin und seinem Mit-Abteilungsleiter der Cevi. «Das ist sehr praktisch, denn wenn wir etwas zu besprechen haben, müssen wir uns nicht extra treffen», sagt er und lacht. «Zudem sind die beiden meine besten Freunde.»

Dass man in der Cevi Freunde fürs Leben findet, gefällt Bertschi am besten an seinem Hobby. «Bei meinen Cevi-Freunden weiss ich definitiv, dass sie noch lange Teil meines Lebens sein werden», sagt er. Zudem geniesst es der Naturliebhaber, jede Woche draussen Zeit zu verbringen. «Ich habe durch die Cevi Führungsqualitäten und Autorität dazugewinnen können», sagt er. Das habe auch zu seiner Berufswahl beigetragen: «Als Cevi-Leiter habe ich gemerkt, dass ich die Arbeit mit Kindern sehr mag und dass die Kinder auch mich mögen.» Auch vor eine Gruppe hinzustehen und zu sprechen, habe er üben können.

Das Klischee, dass die Cevi eine religiöse Vereinigung ist, trifft für die Cevi Urdorf nach Bertschis Meinung nicht zu. «Die Cevi hat zwar einen religiösen Ursprung und wir arbeiten auch mit der reformierten Kirche zusammen, wie stark der Glaube jedoch ausgelebt wird, hängt ganz von der Abteilung ab», sagt er. Neben einigen religiösen Liedern in den Lagern sei das Christentum bei ihren Aktivitäten nicht mehr vertreten. «Es ist wichtig, dass in der Cevi Kinder von allen Religionen willkommen sind.»

«Das eindrucksvollste Erlebnis meiner Cevi-Zeit war definitiv unser Harry-Potter-Sommerlager vor drei Jahren», sagt Bertschi. Zusammen mit den Abteilungen Weiningen-Geroldswil und Hedingen-Bonstetten sei ein fantastisches Zeltlager entstanden, bei dem er im OK mitwirken durfte. «Die ganze Lageratmosphäre und das Knüpfen von Freundschaften über die eigene Abteilung hinaus waren einfach grossartig und für mich ein absolutes Highlight», sagt er. Dank eines tollen Lagerfilmes könne er sich auch heute noch gut an dieses Erlebnis zurückerinnern.

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