FC Engstringen

Engstringens 3.-Liga-Fussballer werfen Bülach aus dem Cup

Das Team habe gezeigt, was in ihm stecke, meinte FCE-Trainer Schärer nach dem Spiel.

Das Team habe gezeigt, was in ihm stecke, meinte FCE-Trainer Schärer nach dem Spiel.

Harmlos, dominant, passiv, glücklich. Der FC Engstringen zeigte gegen das oberklassige Bülach viele Gesichter. Am Ende standen der 8:7-Sieg im Elfmeterschiessen und der Einzug in die 3. Runde.

Null. So viele Torszenen verzeichneten die Engstringer in der ersten Halbzeit. Der Respekt vor Bülach, dem Absteiger aus der 2.Liga interregional, liess den 3.-Liga-Aufsteiger verkrampfen.

Von befreitem Aufspielen und erfrischendem Fussball, wie so oft propagiert, keine Spur. Die routinierten Gäste waren stets gefährlich, beim Führungstreffer aber auf die Hilfe von FCE-Ersatztorhüter angewiesen.

Manuel Suter konnte einen schwach getretenen Freistoss nicht behändigen, Bujar Memeti bedankte sich mit dem Abstauber zum 0:1 (29.). Auch nach dem Platzverweis gegen Enzo Balsamo (30.) änderte sich daran nichts. Kurz vor der Pause verpasste Memeti das 0:2.

Scheuklappen abgelegt

Das erwartete Szenario: Bülach würde seine Routine ausspielen und die verzweifelnd anrennenden Limmattaler in den Schlussminuten auskontern. Falsch gedacht. Engstringen legte die Scheuklappen ab und spielte so, wie sie es in der vergangenen Aufstiegssaison getan hatten: ständig in Bewegung, mit schnellen Kombinationen und einem konsequenten Spiel über die Flügel.

Patrick Meier traf nach einer über 20-minütigen Druckphase zum 1:1. Im Anschluss daran quittierten die Limmattaler unerklärlicherweise den Dienst. Bülach – zuvor ohne jede Offensivaktion – nutzte die Gunst der Stunde: Bekim Bushati vollstreckte im Strafraum ganz allein gelassen zum 1:2 (74.).

Es folgte die zweite Rückkehr der Engstringer, die vorderhand nichts Zählbares einbrachte, ehe Captain Gareth Walby sich ein Herz fasste und aus 35 Metern ins Lattenkreuz zum 2:2 traf (83.).

Glanzparaden von Torhüter Suter

Nun war bei den Limmattalern wieder die Passivität an der Reihe, was Torhüter Suter die Möglichkeit zur Rehabilitation gab. Mit zwei Glanzparaden gegen Medina (86.) und Bushati (92.) rettete er sein Team ins Elfmeterschiessen.

Dort traf der starke Philippe Knecht als 14. Schütze zum Sieg. Engstringen hat wie schon vor zwei Jahren einen Zweitligisten eliminiert. Während die Mannschaft mit den Zuschauern die «Welle» machte, analysierte Trainer Paul Schärer die Partie: «Das Team hatte grossen Respekt. Als sie diesen abgelegt hat, zeigte es, was in ihm steckt. Solche Siege sind immer schön, vor allem auch für den Verein.»

Überbewerten möchte er den Erfolg nicht, schliesslich liege der Fokus auf der Meisterschaft. In dieser trifft der FCE am kommenden Sonntag auf das ambitionierte Albisrieden. Man darf gespannt sein, welche Gesichter die Diva von der Brunewiis dann zeigt.

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