Am Samstag bestreitet der FC Dietikon sein letztes Freundschaftsspiel vor Beginn der Rückrunde. Gegen Rüti, das ebenfalls in der 2. Liga interregional spielt, können die Limmattaler nochmals Spielzüge testen, bevor es dann am 17. März gegen Freienbach ernst gilt. Die Dietiker blicken auf eine äusserst erfolgreiche Hinrunde zurück: Von 13 Partien haben sie nur eine verloren und stehen deshalb mit einem Punkt Vorsprung auf NK Pajde an der Spitze der Tabelle der Gruppe 5.

Auch erfolgreich waren die Dietiker in der Winterpause. Aus den bisherigen acht Testspielen resultierten drei Siege, drei Unentschieden und zwei Niederlagen – einmal gegen den Erstligisten Tuggen und einmal gegen den Zweitligisten Urdorf. «Gegen die Urdorfer haben wir allerdings auch alle spielen lassen», so Paiva.

Gegen Dübendorf und Seuzach, direkte Konkurrenten in der 2. Liga interregional, gewann der FCD. Auch deshalb zeigt sich Trainer João Paiva mit der Vorbereitung bisher zufrieden. «Die Spieler haben es sehr gut gemacht», sagt er. «Fast alle konnten sämtliche Trainings absolvieren, und auch das Trainingslager, das wir in Portugal durchgeführt haben, war sehr positiv.»

Optimistisch stimmt Paiva auch, dass Dietikon während der Winterpause keine Abgänge verkraften musste. «Alle Spieler sind geblieben», sagt er, «und das ist auch schon ein Erfolg.» Bedarf, neue Spieler zu verpflichten, sahen die Vereinsverantwortlichen einzig auf der Torhüterposition. Dort fällt Stammgoalie Alpay Inaner aus, da er seinen Militärdienst leisten muss. Für ihn hat Dietikon Predrag Pribanovic in die Mannschaft geholt, der bereits 2017 ein halbes Jahr für die Limmattaler gespielt hat.

Verletzter Routinier kehrt zurück

Ebenfalls im Militär ist Innenverteidiger Edi Duvnjak. Seine Absenz wollen die Dietiker jedoch mit den bestehenden Spielern auffangen. Beispielsweise mit Naim Haziri. Der Dietiker Routinier und Führungsspieler kehrt ins Team zurück, nachdem er in der Hinrunde immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen worden und daher nur in vier Partien zum Einsatz gekommen war. Seinen letzten Ernstkampf hatte er am 13. Oktober gegen Wangen bei Olten bestritten.

«Er hat die gesamte Vorbereitung absolviert und einige Freundschaftsspiele bestritten», sagt Paiva. Unter anderem stand der Innenverteidiger beim Sieg gegen Seuzach auf dem Platz. Allerdings sei Haziri noch nicht hundertprozentig fit: «Klar, er braucht noch etwas Zeit», sagt Paiva.

Ganz ohne Verletzungssorgen sind die Dietiker allerdings nicht. Mittelfeldmotor Luca Senicanin, der auf dem rechten Flügel jeweils für viel Gefahr nach vorne sorgt, hat sich verletzt und muss nun drei Monate lang pausieren. Für Paiva jedoch kein Grund, Trübsal zu blasen. «Andere Spieler sind bereit, ihn zu ersetzen», sagt der Dietiker Trainer. Zum Beispiel Raphael Meyer, der im letzten Testspiel Senicanin ersetzte. «Wir haben ein genug grosses Kader, und für diejenigen, die bisher nicht so oft gespielt haben, ist das auch eine Chance.»

Jede Partie ein Spitzenkampf

Eine Chance, auf welche die Dietiker laut Paiva heiss sind. «Die Winterpause war sehr lange», sagt er. «Die Spieler wollen, dass es endlich wieder losgeht.»

Die Limmattaler haben zum Auftakt der Rückrunde mit der Auswärtspartie in Freienbach eine heikle Aufgabe vor sich. Auf den Tabellenfünften aus dem Kanton Schwyz, gegen den sie in der Hinrunde mit 2:0 gewonnen haben, haben sie nur drei Punkte Vorsprung. Ein eigentlicher Spitzenkampf also, doch Paiva winkt ab. «Für uns ist jede Partie ein Spitzenkampf, egal gegen wen wir spielen», sagt er. «Und wir wollen in jeder Partie drei Punkte holen.»

Mit drei Zählern in Freienbach könnte sich Dietikon etwas Luft nach unten verschaffen. Doch selbst dann glaubt Paiva, dass es in der Meisterschaft spannend bleibt. «Diese Liga ist extrem schwierig», sagt er. Deshalb sei es wichtig, dass seine Mannschaft am 17. März bereit ist. «Das ist unser Ziel.»