Unterengstringen

Elf Neubürger sind offiziell aufgenommen

Die Neubürgerfeier ist eine Zeremonie mit Tradition.

Die Bürgeraufnahme im Wald fand letztmals unter Gemeindepräsident René Rey statt. Er sprach über aktuelle Freuden und Sorgen.

Der Weg führt steil von der Bergstrasse hinauf zum Chüebrünneli, an den Ort im Wald, wo die Unterengstringer Bürgeraufnahme traditionellerweise stattfindet. Als Teil der drei schönsten Tage im Jahr, wie Noch-Gemeindepräsident René Rey das Mittefasten in seiner Rede bezeichnete, wurden den neuen Bürgern die offiziellen Dokumente überreicht. Von den dreizehn Neubürgern waren elf anwesend.

Er fühle sich wie neu geboren, scherzte Jörg Peter Szybalski und relativierte: «Das Leben ändert sich ja nicht komplett, aber durchaus die Perspektive zur Nachbarschaft, zur Gemeinde und im grösseren Rahmen auch zur gesamten Schweiz.» Gemeinsam mit seiner Frau und seinem Sohn in einem solch lebendigen Dorf aufgenommen zu werden, sei sehr schön.

"Wir mausern uns zu Profimotzern"

«Die Zeremonie lebt von der Tradition und nichts wird an Bräuchen geändert», sagte Rey. So gehöre es dazu, dass an der Feier aus dem Nähkästchen geplaudert werde. Mit Freude blicke er auf das neue Gemeindehaus, in der sich die Verwaltung gut eingelebt habe.

Ebenfalls positiv stimme ihn die baldige Umnutzung des alten Gemeindehauses zu Sozialwohnungen. Denn günstiger Wohnraum sei in der Region klar Mangelware. Zudem freue ihn besonders die reibungslose Verschmelzung zur Einheitsgemeinde Unterengstringen, hinter der viel Arbeit steckte.

Ein grosses Problem hingegen sieht Rey in den ansteigenden Pflegekosten und anderen Problematiken im Gesundheitswesen. Weiter ärgere er sich, wie in den digitalen Medien oft aus Kleinigkeiten ein regelrechter Shitstorm werde: «Wir mausern uns zu Profimotzern und jammern auf hohem Niveau», sagte er. Von seiner letzten Ansprache verabschiedete er sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Unzählige Helfer im Einsatz

Seit Jahrzehnten spielt die Jugendmusik rechtes Limmattal an der Feier auf. Unzählige Helfer waren im Einsatz und am Nachmittag fand bei Regenwetter das zweite Holzsammeln statt. Mit von der Partie war auch Christian Haderer: Der Sohn des Ehrenbürgers Willy Haderer amtete dieses Jahr erstmals als Informationsmeister.

Der Einladung zur Feier gefolgt sind auch Frauke Greve und Jan Lichtenberg mit Sohn Kai. Die Familie zog vor sieben Jahren ins Limmattal und kann sich bereits auf die nächste Feier freuen: «Das Fest ist eine schöne Tradition. Es hat uns aber aus administrativen Gründen nicht mehr für die offizielle Einbürgerung gereicht. Wir haben aber bereits die Prüfung absolviert und so einiges über die Region dazugelernt», sagte Grewe.

Mittefasten-Feuerwerk 2018

Mittefasten-Feuerwerk 2018

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