Urdorf
Eine Woche lang die Welt auf den Kopf gestellt

Auf dem Pausenplatz des glarnerischen Schulhauses Schwanden, Montagnachmittag: Die Kinder und Jugendlichen testen die Spiele, welche die Urdorferin Laura «Fips» Giardinelli für ihre Maturaararbeit erfunden hat.

Christian «Kodak» Murer
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Auf dem Pausenplatz des glarnerischen Schulhauses Schwanden, Montagnachmittag: Die Kinder und Jugendlichen testen die Spiele, welche die Urdorferin Laura «Fips» Giardinelli für ihre Maturaararbeit erfunden hat. Vor allem das Spiel «Sprintball» bereitet allen viel Plausch und Spass. Da ist Schnelligkeit und Ballfertigkeit gefragt.

Am Abend sitzen die Urdorfer Wölflis mit dem Leiterteam bei Fackeln und Kerzenlicht vor dem Pfadiheim Mühlebächli eng beisammen. Lagerleiter Mike «Inkubus» Heid erzählt «Die Geschichte vom Dschungelbuch». Anschliessend versammelt sich die ganze Wölflischar im Essraum und spielt «Die Werwölfe vom Düsterwald».

Dabei mischt Spielleiter Mike alle Charakterkarten und teilt jedem Spieler verdeckt eine davon aus. Die Spieler schauen sich ihre Karte an und erkennen nun, ob sie einen Werwolf, einen einfachen Dorfbewohner oder eine Sonderrolle verkörpern. Danach ruft «Inkubus» zur ersten Nacht aus und das eigentliche Spiel kann beginnen.

Lagermotto «Verkehrte Welt»

Das Lagermotto «Verkehrte Welt» hat dann am regnerischen Dienstagmorgen seinen ganz speziellen Reiz. Denn: Eigentlich ist es jetzt bereits Abend.

Zum «Frühstück», beziehungsweise zum Nachtessen werden Spaghetti al Sugo und Lasagne serviert. «Ich finds lässig, zum Frühstück das Nachtessen einzunehmen», meint Anja «Gioa» Olafsson, die als Basellandschäftler Pfadfinderin im Uro-Hela als Leiterin aushilft.

Anschliessend versammeln sich die Kinder zur gemeinsamen Fotosession hinter dem Pfadiheim. Obschon das Wiesenbord extrem steil ist, bereitet es Riesenspass, für einmal «verkehrt» dazuliegen. Rasant steigt das Blut in den Kopf.

Knallrote und giftgrüne Omeletten

Gerne steht man dann wieder auf beiden Beinen. Und zu «mitternächtlicher» Stunde haben Christoph «Biber» Meili und Patrick «Spatz» Müller knallrote und giftgrüne Omeletten zum perfekten Menü «Mexicaine» zubereitet.

«Farbige Omeletten habe ich noch nie gegessen», sagt der achtjährige Janis, «doch sie schmecken wirklich super.» In der Tat: Eine Herbstferienwoche lang stellten die Urdorfer Wölflis mit ihrem engagierten Leiterteam die Welt buchstäblich auf den Kopf.

Sie erforschten spielerisch die Natur und erlebten dabei spannende Abenteuer. Sie lernten die Geschichte des Dschungelbuchs kennen. Im gemeinsamen Spiel entdeckten die Kinder immer wieder Abenteurerliches.

Sie erlebten die Gruppe und schlossen neue Freundschaften. Aber auch Kreatives wie Basteln von Teelichtern und Grasköpfen gehörten zum vielfältigen Lagerleben.