Bei Einnahmen von 17,9 Millionen Franken (Vorjahr: 19,2 Millionen) und Ausgaben von 19 Millionen Franken (Vorjahr: 18,6 Millionen) verzeichnet die nationale Stiftung ein Minus von 267'000 Franken. Dank der stabilen langfristigen Finanzierung konnte die Programmarbeit wie geplant umgesetzt werde, wie die Stiftung am Mittwoch mitteilte.

So gibt es beispielsweise seit April 2018 in der deutschen Schweiz das neue Angebot Peerchat von Beratung + Hilfe 147. Dabei können Hilfesuchende ihre Fragen per Chat an ausgebildete Jugendliche stellen und sich beim Lösen ihrer Probleme von Gleichaltrigen helfen lassen. In den nächsten Monaten wird dieses Angebot auch auf das Tessin und in die Westschweiz ausgeweitet.

Umstrukturierung geplant

Die nationale Arbeit von Pro Juventute wird durch regionale Organisationen ergänzt. 2018 waren dies 19 meist kantonale, rechtlich unabhängige Pro Juventute Vereine und eine kantonale Pro Juventute Stiftung in Genf.

Künftig sollen die Tätigkeiten in Regionen zusammengefasst werden, wie es in der Mitteilung heisst. Pro Juventute will damit schweizweit einheitlich auftreten und die Wirkung der nationalen Programme in den Regionen stärken, was nicht unumstritten ist.

Pro Juventute unterstützt Kinder und ihr Umfeld mit Angeboten wie Beratung + Hilfe 147, der Eltern- und Jugendleiterberatung und den Elternbriefen beispielsweise im Umgang mit Medien und Konsum. Ausserdem engagiert sich die Stiftung gegen Jugendarbeitslosigkeit, für kindgerechte Freiräume sowie für die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen bei der Gestaltung des öffentlichen Raums.

Von den Angeboten profitieren jährlich rund 265'000 Kinder und Jugendliche sowie 100'000 Eltern in der ganzen Schweiz. Finanziert wird die Arbeit von Pro Juventute zu 84 Prozent aus Spenden, zweckgebundenen Erträgen aus Zuwendungen und dem Verkauf von Briefmarken und Artikeln.