Wahlen 2018 in Dietikon

Eine Männerriege für den Stadtrat: So ticken die zwölf Kandidaten

Die Karten in der Dietiker Exekutive werden neu gemischt.

Die Karten in der Dietiker Exekutive werden neu gemischt.

Da drei Bisherige aufhören, ist es sicher, dass bei der Wahl am 4. März die Karten in der Dietiker Exekutive neu gemischt werden. 2014 war noch eine Frau unter den Gewählten, 2018 gibt es nicht einmal eine Kandidatin

Zwölf Dietiker bewerben sich um die sieben Plätze im Stadtrat. Ganz abgesehen von den politischen Ansichten und Zielen, in denen sich die Kandidaten – wenn auch häufig nicht fundamental – unterscheiden, bietet diese Männerriege auch sonst eine interessante Auswahl an unterschiedlichen Profilen. Die Limmattaler Zeitung versuchte, anhand verschiedener Fragen der Persönlichkeit und den Politikzielen der Kandidaten näherzukommen. Aus den vielen und teilweise sehr umfangreichen Statements haben wir einige besonders ausdrucksstarke zusammengestellt.

Mit Roger Bachmann, Roger Brunner (beide SVP), Heinz Illi (EVP) und Rolf Schaeren (CVP) treten vier Bisherige an. Der amtierende Stadtpräsident Otto Müller (FDP), Schulvorstand Jean-Pierre Balbiani (SVP) und Hochbauvorsteherin Esther Tonini (SP) dagegen sind nicht mehr am Start. Bis auf den parteilosen Bernhard Schmidt sind alle Kandidaten legislativerfahren. Lucas Neff (Grüne) und Reto Siegrist (CVP) versuchen, nachdem sie 2014 bei der Stadtratswahl scheiterten, ihr Wählerglück noch einmal.

Ein interessanter Kandidat ist Martin Romer (parteilos). Nachdem das ehemalige FDP-Mitglied sich im Rahmen der Nominierung mit seiner Partei überworfen hatte – die FDP hatte nicht ihn, sondern Philipp Müller nominiert – trat er aus der Partei aus. Er hat sich nicht durch eine Kandidatur auf der Gemeinderatsliste «abgesichert». Sollte er nicht in den Stadtrat gewählt werden, zieht er sich aus der Lokalpolitik zumindest vorerst zurück.

Alle Kandidaten eint, dass sie für die Sache ihrer Stadt «brennen», sie voranbringen und zum Wohle ihrer Bürgerinnen und Bürger verbessern wollen. Beinahe alle betonen das grosse Potenzial von Dietikon.

Die Kurzporträts der Kandidaten erfolgen in alphabetischer Reihenfolge.

Roger Bachmann (SVP, bisher)

Roger Bachmann (SVP, bisher)

Zur Person:
47 Jahre, Abteilungsleiter Finanzen in Dällikon, verheiratet, zwei Kinder, geboren und heimatberechtigt in Dietikon. Kandidiert auch für das Präsidium.

Politiklaufbahn:
Seit 1999 in der Lokalpolitik, von 2001 bis 2014 Mitglied des Gemeinderats, seit 2014 als Sozialvorstand im Stadtrat.

Wo liegt der Fokus Ihrer politischen Arbeit?
«In meiner Zeit als Gemeinderat habe ich mich insbesondere mit der Finanz-, Sozial- und Bildungspolitik beschäftigt.»

Welches sind Dietikons Hauptprobleme?
«Nebst der Verkehrsproblematik ist es vor allem die Bevölkerungsstruktur. Sie ist hauptsächlich für unsere sozialen Probleme und die damit verbundenen überdurchschnittlichen Kosten sowie die schlechte Finanzlage verantwortlich. Die Bevölkerungsstruktur mit überdurchschnittlich vielen schlecht qualifizierten Einwohnern ist auf das Angebot an günstigem Wohnraum zurückzuführen. Deshalb ist es unbedingt nötig, alte Bausubstanz durch qualitativ höherwertige zu ersetzen, selbstverständlich nicht, ohne dabei an sozial Schwächere zu denken.»

Wie gehen die Sätze weiter?
Im Stadtrat zu sein, ist besser, als Parlamentsmitglied zu sein, weil … «es in der Exekutive um Sachpolitik geht und die Parteipolitik in den Hintergrund tritt».

Dietikon ist … «eine wunderschöne und lebenswerte Stadt, deren Vorzüge von Ortsunkundigen verkannt werden».

In 30 Jahren wird Dietikon … «eine der modernsten und begehrenswertesten Städte für Wohnen und Arbeiten in der Schweiz sein».

Starkes Zitat:
«Der Zuzug von neuen, zusätzlichen Empfängern von sozialen Leistungen, insbesondere aus der Stadt Zürich muss verhindert werden.»

Roger Brunner (SVP, bisher)

Roger Brunner (SVP, bisher)

Zur Person:
55 Jahre, Geschäftsführer eines Dietiker Baugeschäfts, «zweimal erfolgreich geschieden (es ist kompliziert mit mir)», zwei Kinder, fast seit Geburt wohnhaft und heimatberechtigt in Dietikon.

Politiklaufbahn:
Seit 1982 in der Lokalpolitik, 1994 bis 2006 Gemeinderat, seit 2006 Stadtrat, erst Gesundheits-, dann Infrastrukturvorstand.

Hobbys:
Familie, Freunde, Arbeiten, Politik und noch ein paar Hobbys, «die aber meine Privatsache sind und auf Facebook nachgeschaut werden können».

Wo liegt der Fokus Ihrer politischen Arbeit?
«Dietikon weiterzubringen – Stillstand ist Rückschritt!»

Welches sind Dietikons Hauptprobleme?
«Es gibt viele, die bereits in Angriff genommen wurden und in der Umsetzung sind. Darum geht es um Fragen der Priorität, der Finanzen, der Ressourcen und des politischen Willens, die einem zur Verfügung stehen.»

Was machen Sie, wenn es nicht wieder klappt mit dem Stadtratssitz?
«Dann habe ich mehr Zeit, um meine Kinder zu nerven.»

Wie gehen die Sätze weiter?
Im Stadtrat zu sein, ist besser, als Parlamentsmitglied zu sein, weil … «nicht Parlare gemacht wird, sondern gehandelt, umgesetzt und Verantwortung übernommen werden muss».

Dietikon ist … «mein Zuhause und meine Heimat».

In 30 Jahren wird Dietikon … «eine selbstbewusste und lebensfrohe Stadt sein, die eine hohe Lebensqualität hat und mit ihren erwirtschafteten Mitteln sehr gut leben kann, um in ihre Zukunft zu investieren.»

Starkes Zitat:
«Der Ruf unserer Stadt entspricht leider nicht der Wertschätzung, die sie meiner Meinung nach verdient.»

Heinz Illi (EVP, bisher)

Heinz Illi (EVP, bisher)

Zur Person:
60 Jahre, Safety-Verantwortlicher bei den VBZ, verheiratet, vier Kinder, heimatberechtigt in Dietikon, lebt hier seit 57 Jahren. Kandidiert auch für das Präsidium.

Politiklaufbahn:
Seit knapp 20 Jahren in der Lokalpolitik, zunächst Mitglied in der Schulpflege, danach im Gemeinderat, seit 2006 Stadtrat.

Wo liegt der Fokus Ihrer politischen Arbeit?
«Sauberkeit und Sicherheit erreichen, den Privat-Verkehr beruhigen, den öV bedürfnisgerecht ausbauen und bevorzugen, Erholungsräume erhalten und pflegen, den Finanzhaushalt weiterhin optimieren. Ausserdem eine starke Wirtschaft mit sozialer und ökologischer Verantwortung fördern.»

Welches sind Dietikons Hauptprobleme?
«Der Finanzhaushalt muss weiter optimiert werden. Es muss ein klarer Fahrplan für die Realisierung der Limmattalbahn ausgearbeitet werden. Wichtig ist, dass zusammen mit den Gegnern gemeinsame Lösungen erarbeitet werden. Die S-Bahn-Station Silbern muss zeitnah realisiert werden – dies ist wichtig für die Gemeinden rechts der Limmat, für das Gewerbe und nicht zuletzt für Investoren. Die Wohnquartiere sollen wohnlicher werden.»

Wie gehen die Sätze weiter?
Im Stadtrat zu sein, ist besser, als Parlamentsmitglied zu sein, weil ... «man in der Exekutive mehr beeinflussen kann».

Dietikon ist ... «eine lebenswerte und aufstrebende Stadt, die sich zwingend weiterentwickeln muss, da sie über sehr viel Potenzial verfügt».

In 30 Jahren wird Dietikon ... «eine lebenswerte Stadt sein, deren Stadtteile zusammengewachsen sind».

Starkes Zitat:
«Ich bin in Dietikon verwurzelt und stolz darauf, dass praktisch meine ganze Familie hier lebt.»

Sven Johannsen (GLP, neu)

Sven Johannsen (GLP, neu)

Zur Person:
43 Jahre, Betriebsingenieur, verheiratet, keine Kinder, in Dietikon seit 13 Jahren, 2009 eingebürgert aus Deutschland.

Politiklaufbahn:
Seit 2012 in der Lokalpolitik, seit 2014 im Gemeinderat.

Wo liegt der Fokus Ihrer politischen Arbeit?
«Ich setze mich im Gemeinderat für einen nachhaltigen Umgang mit finanziellen, städtebaulichen und ökologischen Ressourcen ein.»

Welches sind Dietikons Hauptprobleme?
«Ein ausgeglichener Finanzhaushalt trotz enormer Lasten im Schul- und Sozialbereich bei mittelmässiger Steuerkraft; die Erhaltung und Steigerung der Wohnortattraktivität für die bildungsnahe Mittelschicht, eine effiziente Umsetzung von Infrastrukturprojekten (Schulen, öV).»

Ein freier Tag in Dietikon – wie verbringen Sie ihn?
«Mit einer Wanderung Richtung Egelsee oder zu Fuss zum Golfplatz Unterengstringen, um Abschläge zu üben. Dann mit meiner Frau ins Kino Capitol oder im ‹Molino› essen gehen.»

Wie gehen die Sätze weiter?
Im Stadtrat zu sein, ist besser, als Parlamentsmitglied zu sein, weil … «man wichtige Entscheide frühzeitig und massgebend mitgestalten kann, statt nur das letzte oder vorletzte Wort zu haben und Anregungen einzubringen».

Dietikon ist … «die grösste Stadt im Dreieck Zürich-Basel-Bern, obwohl manche immer noch von einem Dorf sprechen.»

In 30 Jahren wird Dietikon … «immer noch begeistert die Limmattaler Zeitung lesen».

Starkes Zitat:
«Es braucht innerhalb der bürgerlichen Mitte eine starke Bewegung, die sich traut, eine liberale Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik und gleichzeitig eine nachhaltige Ressourcenwirtschaft zu vertreten.»

Anton Kiwic (SP, neu)

Anton Kiwic (SP, neu)

Zur Person: 
54 Jahre, Geschäftsführer, in zweiter Ehe verheiratet, drei eigene Kinder, ein Stiefkind, mit kurzen Unterbrechungen immer in Dietikon wohnhaft. Er kandidiert auch für das Präsidium.

Politiklaufbahn:
Seit 2002 in der Lokalpolitik, seit 2008 Gemeinderat.

Wo liegt der Fokus Ihrer politischen Arbeit?
«Ich habe drei Prioritäten. Die Bewohner wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Das gilt für Verwaltung wie politische Entscheide. Zweitens den Quartieren ein Gesicht zu geben. Drittens die Unternehmen zu stärken. Diese brauchen klare Rahmenbedingungen, damit sie in ihren Standort investieren können.»

Welches sind Dietikons Hauptprobleme?
«Ein paar Beispiele: schnelle Umsetzung von Tempo 30 in allen Quartieren, Beruhigung des Zentrums. Im Zusammenhang mit der Erneuerung der Quartiere durch den Impuls Limmattalbahn, dafür sorgen, dass die Bauprojekte einem übergeordneten Plan der Quartierbildung folgen. Die Situation Silbern-Lerzen-Stierenmatt deblockieren unter Zusammenarbeit aller Unternehmen, des Vogelschutzvereins, des Moorschutzes und der Dietiker Bevölkerung.»

Wie gehen die Sätze weiter?
Im Stadtrat zu sein, ist besser, als Parlamentsmitglied zu sein, weil … «man nicht nur mit dem Finger auf die Themen zeigen kann, man kann anpacken und sie bearbeiten».

Dietikon ist … «meine Heimat und ein Ort mit ungemein viel unberührtem Potenzial».

In 30 Jahren wird Dietikon … «eine Stadt sein, welche ihren Bewohnern einen Lebensort bietet, zu dem sie jeden Abend gerne nach Hause kommen».

Starkes Zitat:
«Ich bin der SP dankbar, dass sie mich am rechten Flügel der Partei toleriert und unterstützt.»

Philipp Müller (FDP, neu)

Philipp Müller (FDP, neu)

Zur Person:
33 Jahre, Rechtsanwalt in Dietikon, ledig, keine Kinder, seit Geburt wohnhaft in Dietikon.

Politiklaufbahn:
Seit 14 Jahren in der Lokalpolitik, 2008 Mitbegründer der Jungfreisinnigen Partei Limmattal, seit 2010 im Gemeinderat.

Wo liegt der Fokus Ihrer politischen Arbeit?
«Meine Politik orientiert sich an den liberalen Grundwerten von Freiheit und Selbstverantwortung. Es liegt mir am Herzen, dass attraktive Rahmenbedingungen für das Gewerbe geschaffen werden. Weiter sind mir gesunde Finanzen wichtig. Die Steuern müssen kontinuierlich und nachhaltig gesenkt werden. Die Leute sollen gerne in Dietikon wohnen und sich zu jeder Zeit sicher bewegen können.»

Welches sind Dietikons Hauptprobleme?
«Die Verkehrsproblematik: Der Durchgangsverkehr muss weg. Wer in unser Stadtzentrum muss, soll nicht im Stau stecken bleiben. Die Steuerbelastung muss kontinuierlich reduziert werden. Vor allem die hohen Ausgaben für die soziale Wohlfahrt müssen sinken. Ich will nicht, dass Dietikon nur eine Schlafstadt ist. Dazu gehören die gezielte Förderung von Freizeitangeboten, aber auch die Schaffung von genügend Schulraum.»

Wie gehen die Sätze weiter?
Im Stadtrat zu sein, ist besser, als Parlamentsmitglied zu sein, weil … «ich dort aktiver und besser die Zukunft von Dietikon mitgestalten könnte».

Dietikon ist … «meine Heimat und liegt mir sehr am Herzen».

In 30 Jahren wird Dietikon … «hoffentlich eine lebenswerte und steuergünstige Oase an der Limmat sein».

Starkes Zitat:
«Mit Andersdenkenden zu diskutieren, finde ich spannend, und es gefällt mir, anschliessend Kompromisse zu finden, die für alle Beteiligten annehmbar sind.»

Lucas Neff (Grüne, neu)

Lucas Neff (Grüne, neu)

Zur Person:
56 Jahre, selbstständiger Architekt, verheiratet, drei Kinder, heimatberechtigt in Appenzell und Zürich, seit 1981 in Dietikon wohnhaft.

Politiklaufbahn:
Seit 1982 in der Lokalpolitik, seit 2007 im Gemeinderat.

Wo liegt der Fokus Ihrer politischen Arbeit?
«Bei den Finanzen; wir Grünen unterstützen alle realistischen Projekte – beim Sparen und beim Investieren. Berufsbedingt bei Planungen und Städtebau sowie bei der Energie; hier kann kostengünstig vor Ort Wesentliches geleistet werden. Bei der Natur.»

Welches sind Dietikons Hauptprobleme?
«Es fehlen klare Regierungsziele. Vage Leitgedanken wurden ohne Konsultation der Legislative durch den Stadtrat festgelegt. Die Finanzen müssen nachhaltig ins Lot gebracht werden. Dazu gehört auch ein stimmiges Schulraumkonzept. Es braucht kein weiteres Aufblähen der jetzt schon zu grossen Schuleinheiten mit Provisorien und Erweiterungen. Die Akzeptanz der Bevölkerung für die Limmattalbahn inklusive der Strassenbauten muss gefördert werden.»

Wie gehen die Sätze weiter?
Im Stadtrat zu sein, ist besser, als Parlamentsmitglied zu sein, weil … «man die Möglichkeit hat zur Mitgestaltung von Projekten und deren Umsetzung».

Dietikon ist … «eine Kleinstadt, in der man sich noch kennt, mit vielfältigen Quartieren und Naturräumen und einer ebensolchen Bevölkerung».

In 30 Jahren wird Dietikon … «ein geschätzter Wohn- und Arbeitsort sein, in dem und um den man auch gerne seine Freizeit verbringt und viele Güter erhältlich sind».

Starkes Zitat:
«Wir haben hier Juwele, die es zu erhalten gilt. Auch im städtischen Raum braucht es mehr Natur zum Wohle der Menschen.»

Martin Romer (parteilos, neu)

Martin Romer (parteilos, neu)

Zur Person:
53 Jahre, eidgenössisch diplomierter Personalfachmann, verheiratet, vier Kinder, seit 2001 in Dietikon wohnhaft.

Politiklaufbahn:
Seit 2002 in der Lokalpolitik, seit 2006 Gemeinderat, seit 2016 Kantonsrat.

Wo liegt der Fokus Ihrer politischen Arbeit?
«Wichtig sind mir Bodenhaftung und Bevölkerungsnähe. Ich will trotz Gewaltentrennung mit dem Gemeinderat eine ziel- und lösungsorientierte Zusammenarbeit pflegen. Ich will mich dafür einsetzen, dass die Stadt Dietikon kantonal ernst genommen wird, und dass überkommunale Allianzen gebildet werden.»

Welches sind Dietikons Hauptprobleme?
«Diese sehe ich unter anderem bei den Finanzen; der Steuerfuss muss sinken. Littering und Lärm müssen eingedämmt, die Lebensqualität muss verbessert werden. Im Hochbau braucht es eine schlankere Bewilligungspraxis. Die Schule muss konkurrenzfähiger werden. Die Unterstützung zur Arbeitsintegration muss gefördert, Sozialmissbrauch verhindert werden. Ebenso muss die Ansiedelung von Unternehmen gefördert werden. Vereine sollten stärker unterstützt werden, insbesondere in der Jugendarbeit.»

Wie gehen die Sätze weiter?
Im Stadtrat zu sein, ist besser, als Parlamentsmitglied zu sein, weil ... «man als Stadtrat Entscheidungen praktisch umsetzen kann».

Dietikon ist ... «mein Heimat-, Arbeits- und Wohnort».

In 30 Jahren wird Dietikon ... «sich bürgerbezogen positiv weiterentwickelt haben und in Richtung Baden und Zürich immer mehr ‹verschmelzen›».

Starkes Zitat:
«Im Mittelpunkt steht der Auftrag der Bürgerinnen und Bürger, nicht meine Person oder das Stadtratsamt.»

Rolf Schaeren (CVP, bisher)

Rolf Schaeren (CVP, bisher)

Zur Person:
60 Jahre, Hochschullehrer, verheiratet, zwei Kinder, heimatberechtigt in Spiez, seit 60 Jahren in Dietikon wohnhaft.

Politiklaufbahn:
Seit über 20 Jahren in der Lokalpolitik, von 1982 bis 1990 im Gemeinderat, seit 2006 als Finanzvorstand im Stadtrat.

Wo liegt der Fokus Ihrer politischen Arbeit?
«Auf den Gebieten der Finanz-, der Gesundheits- und der Alterspolitik sowie auf meinem Einsatz für einen gerechteren Soziallastenausgleich im Kanton Zürich.»

Welches sind Dietikons Hauptprobleme?
«Die Bewältigung des Wachstums, eine nachhaltige Stadtentwicklung, die Entwicklung des Niderfelds sowie die Schulraumerstellung.»

Was machen Sie, wenn es nicht wieder klappt mit dem Stadtratssitz?
«Ich wäre sehr enttäuscht. Dann würde ich mich wieder den Dingen und Menschen zuwenden, die in den letzten Jahren zu kurz gekommen sind.»

Ein freier Tag in Dietikon – wie verbringen Sie ihn?
Zu Hause im Garten und mit einem Spaziergang in der grünen Umgebung von Dietikon.

Wie gehen die Sätze weiter?
Im Stadtrat zu sein, ist besser, als Parlamentsmitglied zu sein, weil … «es eine interessante und anspruchsvolle Führungsaufgabe ist, man viel unmittelbarer Wirkung zeigen kann und generell näher an den Themen dran ist».

Dietikon ist … «sehr unterschätzt als Wohnort, vielseitig und bunt».

In 30 Jahren wird Dietikon … «ein attraktives und gesuchtes Zentrum im Limmattal sein».

Starkes Zitat:
«Ich setze mich immer für die Sache ein und respektiere Menschen, die anders denken als ich.»

Bernhard Schmidt (parteilos, neu)

Bernhard Schmidt (parteilos, neu)

Zur Person:
52 Jahre, Schulleiter, verheiratet, sechs Kinder, heimatberechtigt in Ernen VS, seit Geburt in Dietikon wohnhaft. Kandidiert auch für das Präsidium.

Politiklaufbahn:
Seit 2015 in der Lokalpolitik, Vorstandsmitglied IG Limmattalbahn Nein, Präsident des Initiativkomitees « Stoppt die Limmattalbahn – ab Schlieren», Mitglied im Initiativkomitee «Kommunale Ausgaben für die Limmattalbahn vors Volk».

Wo liegt der Fokus Ihrer politischen Arbeit?
«Unbegrenztes Wachstum ist nicht länger die Lösung, sondern das Problem. Wir sägen den Ast ab, auf dem wir sitzen. Eine ‹Nach-mir-die-Sintflut-Mentalität› muss einer weitsichtigen Verantwortung für die kommenden Generationen weichen. Dietikon kann hier eine Pionierrolle einnehmen.»

Welches sind Dietikons Hauptprobleme?
«Der Graben zwischen Bevölkerung und Politik ist nach der Abstimmung zur Limmattalbahn nochmals grösser geworden. Die Dietiker haben kein Vertrauen in ihre politischen Vertretungen, da sie sich verraten fühlen. Dieser Entfremdung muss mit aller Entschlossenheit entgegengewirkt werden.»

Wie gehen die Sätze weiter?
Im Stadtrat zu sein, ist besser, als Parlamentsmitglied zu sein, weil ... «ich als Stadtrat mehr Verantwortung übernehmen kann».

Dietikon ist ... «mein Zuhause».

In 30 Jahren wird Dietikon … «eine eigenständige und selbstbewusste Stadt sein. In wichtigen Fragen zu Umwelt und Gesellschaft hat sie eine Vorreiterrolle übernommen. Dietikon wird die Perle des Limmattals sein».

Starkes Zitat:
«Frei von parteilichen Verstrickungen und Abhängigkeiten kann ich mich als Parteiloser für die Sache und das Miteinander einsetzen.»

Reto Siegrist (CVP, neu)

Reto Siegrist (CVP, neu)

Zur Person:
57 Jahre, Geschäftsführer der Swisscanto Vorsorge, verheiratet, drei Kinder, heimatberechtigt in Dietikon und Winterthur, wohnt seit 57 Jahren in Dietikon.

Politiklaufbahn:
Seit 2014 Gemeinderat.

Wo liegt der Fokus Ihrer politischen Arbeit?
«Themen sind die Bildung (Tagesschulen, Plan B zum Schulhaus Limmatfeld), gute und gut unterhaltene Infrastruktur (Projekt Schönegg), eine fitte und effiziente Verwaltung, Sauberkeit und Sicherheit für unser Wohlergehen und als Finanzpolitiker einen finanzierbaren Haushalt.»

Welches sind Dietikons Hauptprobleme?
«Dietikon wuchs in der Vergangenheit und wächst in der Zukunft markant. Dies löst nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig Schulraumprobleme und Infrastrukturthemen aus, die umgesetzt und finanziert werden müssen. Wer in Dietikon lebt, ist zu integrieren. Dazu braucht es beide Seiten. Beherrschen unserer Sprache, Anerkennung der Rechtsordnung und Respektierung unserer Werte aufseiten der Zuzüger. Und auf unserer Seite Angebote, die die Integration ermöglichen.»

Wie gehen die Sätze weiter?
Im Stadtrat zu sein, ist besser, als Parlamentsmitglied zu sein, weil ... «der Stadtrat als Exekutive die Schalthebel bewegt».

Dietikon ist ... «ein lebenswerter Ort dank wunderbarem Naherholungsgebieten, einem aktiven Vereinsleben, idealer Verkehrsanbindung, abwechslungsreichem Kulturangebot und vielen lieben Menschen».

In 30 Jahren wird Dietikon ... «nicht nur lebenswert sein, sondern der Ort ‹to be›».

Starkes Zitat:
«Die Prioritätensetzung der Exekutive scheint mir manchmal schwer nachzuvollziehen; es braucht einen Richtungswechsel bei diversen Themen.»

Stephan Wittwer (SVP, neu)

Stephan Wittwer (SVP, neu)

Zur Person:
57 Jahre, Geschäftsführer und Unternehmer, heimatberechtigt in Trub BE, verheiratet, keine Kinder, seit 1974 in Dietikon wohnhaft.

Politiklaufbahn:
Seit 20 Jahren in der Lokalpolitik, seit 1998 Gemeinderat, seit 2014 SVP-Fraktionschef.

Wo liegt der Fokus Ihrer politischen Arbeit?
«Ich will gewerbefreundliche Bedingungen schaffen, einen gesunden Finanzhaushalt, Sport- und Freizeitbeschäftigungen für viele und nicht nur für wenige.»

Welches sind Dietikons Hauptprobleme?
«Das Wachstum muss qualitativ verbessert werden. Darunter leiden sämtliche Bereiche, die eine städtische Gemeinschaft mit sich bringt, wie Schule, Verkehr, Verwaltung, Religion. Dietikon muss wieder unser Zuhause werden.»

Was machen Sie, wenn es nicht klappt mit dem Stadtratssitz?
«Vielleicht will mich die Bevölkerung weiterhin im Gemeinderat. Ansonsten habe ich mehr Freizeit.»

Wie gehen die Sätze weiter?
Im Stadtrat zu sein, ist besser, als Parlamentsmitglied zu sein, weil ... «es eine andere Aufgabe ist. Ob es wirklich besser ist, wird sich zeigen. Ich hoffe, ich kann eigene Ideen einbringen und verwirklichen.»

Dietikon ist ... «mein und unser Zuhause».

In 30 Jahren wird Dietikon ... «ein selbstständiger Bezirkshauptort sein, weniger Verkehrsprobleme und günstige Voraussetzungen für das Gewerbe haben. Die Finanz- und Steuersituation hat sich weiter verbessert. Die heimische Bevölkerung ist wieder stolz auf Dietikon.»

Starkes Zitat:
«Das Wachstum muss qualitativ verbessert werden.»

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