Unterengstringen
Ein Schulhausanbau wäre zu teuer

Die Schule braucht mehr Platz – sie fand ihn in den bestehenden Schulhäusern. Die Schulpflege will mit diesen Massnahmen dringend nötigen Platz angesichts der steigenden Schülerzahlen und der Anforderungen an den heutigen Unterricht schaffen.

Sandro Zimmerli
Drucken
Teilen
«Aus Alt mach Neu», lautete das Motto der letzten Projektwoche der Primarschule Unterengstringen. Die Schulpflege hat diesen Leitsatz übernommen und schafft in den bestehenden Schulhäusern mehr Platz.Fni

«Aus Alt mach Neu», lautete das Motto der letzten Projektwoche der Primarschule Unterengstringen. Die Schulpflege hat diesen Leitsatz übernommen und schafft in den bestehenden Schulhäusern mehr Platz.Fni

Bald sind Sommerferien. Während sich in dieser Zeit die meisten Schulhäuser leeren, wird in Unterengstringen Hochbetrieb herrschen. In den beiden Schulhäusern der Primarschule beginnen dann die umfangreichen Umbauarbeiten. Bis Ende Ferien wird die über 30 Jahre alte Küche im Schulhaus B herausgerissen und in einen Gruppenraum umgebaut. Gleiches gilt für das bestehende Mittagstischzimmer. Daraus wird ein Klassenzimmer. Der Mittagstisch zügelt in den Container, der derzeit parallel zur Turnhalle aufgestellt wird und ab dieser Woche bezugsbereit ist.

Im SchulhausA werden zwei Schulzimmer mit je einem Durchgang versehen, damit der dazwischen liegende Platz als Gruppenraum genutzt werden kann. Ebenfalls verschwinden wird die alte schon lange nicht mehr genutzte Schulbibliothek. Dort entstehen zwei weitere Schulzimmer.

Erster Kredit wurde gesprochen

«Pädagogisch sind wir à jour. Allerdings haben die Schulhäuser nicht mit den Entwicklungen der Schulreform mitgehalten. Deshalb müssen wir diese Arbeiten jetzt dringend an die Hand nehmen», sagt Schulpräsident Willi Meier. Für den Umbau hat die Gemeindeversammlung letzten Dezember einen Kredit über 267000 Franken genehmigt. Darin enthalten ist auch das Containerprovisorium für den Mittagstisch.

Mit dem Vorhaben, die bestehende Infrastruktur auszubauen, schlägt die Schulpflege einen speziellen Weg ein. «Unser Motto lautet ‹Aus alt mach Neu›. Die Option hätte darin bestanden, an die bestehenden Häuser anzubauen. Doch das hätte enorme Kosten verursacht», so Meier. Die Schulpflege sei deshalb über die Bücher und habe festgestellt, dass mit der Küche und der alten Bibliothek viel Raum brachliege. Deshalb habe man sich für diese Lösung entschieden.

Auch Pausenplatz im Fokus

«Wir gehen anhand der Bevölkerungsstatistik davon aus, dass durch die eingeleiteten Massnahmen der Raumbedarf mittelfristig, also für die nächsten 10 Jahre, gesichert ist», sagt Meier. Allerdings seien dafür weitere Umbauten notwendig. «Im SchulhausB ist der bisherige Heizungsraum gänzlich ungenutzt. Dort bestehen weitere Möglichkeiten Räume zu schaffen», so der Schulpräsident. Ziel sei es mit einem Projekt und dem dazu notwendigen Kredit noch dieses Jahr an die Gemeindeversammlung zu gelangen. Damit wäre gewährleistet, nächstes Jahr mit dem Umbau zu beginnen.

Bereits während der ersten Umbauphase in den kommenden Sommerferien werden gewisse feuerpolizeiliche Anpassungen vorgenommen. «Wie vielen anderen Schulgemeinden, hat die Feuerpolizei auch uns Auflagen gemacht. Es ist sinnvoll, diese während der laufenden Umbauarbeiten zu realisieren», so Meier. Sein Ziel für die kommenden Jahre sei aber, dass auch die Umgebung dereinst in neuem Glanz erstrahlt: «Ich habe die Vision, dass wir irgendwann auch die Pausenplätze neu gestalten. Dort wurde seit beinahe 30 Jahren kaum etwas verändert.»