Dietikon
Ein neuer Versuch, den Rapidplatz zu beleben: Die Stadt kauft eine Pumptrack-Anlage

Der Stadtrat hat den Kredit von 52'000 Franken für die Sportanlage bewilligt. Diese kann man für grössere Anlässe auf dem Platz abbauen. Grundsätzlich soll der Pumptrack aber auf unbegrenzte Zeit bestehen bleiben.

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Im Sommer 2019 stand beim Schulhaus Büel in Unterengstringen eine mobile Pumptrack-Anlage. Während diese vom kantonalen Sportamt zur Verfügung gestellt wurde, kauft sich die Stadt Dietikon eine eigene Anlage.

Im Sommer 2019 stand beim Schulhaus Büel in Unterengstringen eine mobile Pumptrack-Anlage. Während diese vom kantonalen Sportamt zur Verfügung gestellt wurde, kauft sich die Stadt Dietikon eine eigene Anlage.

Sandra Ardizzone

Auf dem Rapidplatz in Dietikon soll schon bald eine mobile Pumptrack-Anlage stehen. Der Stadtrat hat dafür 52000 Franken bewilligt. Die Anlage soll auf einer Fläche von 16 mal 30 Metern aufgebaut werden. Die Pumptrack-Fahrbahn soll ins­gesamt eine Länge von 65 Metern aufweisen, heisst es in einer Mitteilung des Stadtrats.

Bei einem Pumptrack handelt es sich um einen Rundkurs für Velos und andere rollende Fahrzeuge ohne Motor. Bei den hügeligen Strecken und steilwandigen Kurven ist das Ziel, dass man vorwärtskommt, ohne in die Pedale zu treten. Dies ­geschieht durch die Pump­bewegung und das Hochdrücken des eigenen Körpers beim Befahren der Hügel. Die Idee der Pumptrack-Anlage ist im Rahmen vom Studio Dietikon entstanden. Dieses hat sich im laufenden Jahr unter anderem mit dem Rapidplatz beschäftigt.

Die Anlage bleibt auf unbegrenzte Zeit bestehen

Die Stadt will den Pumptrack grundsätzlich schon bis nächsten Sommer ­aufstellen. Allerdings ist die Planung und die Eröffnung davon abhängig, wie sich die Coronasituation weiter ent­wickelt.

Die Pumptrack-Anlage wird keine gemietete sein, sondern ganz der Stadt Dietikon gehören. «Das kantonale Sportamt unterstützt die Stadt Dietikon aber und übernimmt 10000 Franken von den Kosten», sagt Sarah Lea Schaufelberger vom Dietiker Stadtplanungsamt.

Eine Frist, bis wann die Anlage nach dem Aufbau auf dem Rapidplatz stehen bleiben soll, gibt es nicht. Man könne die Anlage aber gut abbauen, wenn zum Beispiel grössere Anlässe auf dem Platz stattfinden. Denn dieser bleibt ein wichtiger Freiraum für die Stadt. «Bei Bedarf kann man die Anlage auch in anderen Formen zusammenbauen oder an einem anderen Ort aufstellen», so Schaufelberger.

Der Rapidplatz, der zwar belebt werden soll, aber oft leer wirkt, beschäftigt Dietikon schon länger. Aber es gibt Fortschritte. Im Juli dieses Jahres hatte das Studio Dietikon zwei temporäre Schattenpavillons aus Holz errichtet.

Bereits im Sommer 2019 ­waren rund 20 Stühle und drei provisorische ­Pavillons auf­gestellt worden. Doch diese ­waren wegen eines Sturms ­bereits nach einer Woche kaputt ge­gangen.

Der Quartierverein hätte lieber einen Spielplatz

Der Rapidplatz als vielseitiger Freiraum wurde schon auf
die unterschiedlichsten Arten genutzt. Unter anderem diente er letztes Jahr im Winter als Platz für den «Limmatzauber», der einen Weihnachtsmarkt und ein Eisfeld umfasste. ­Zurzeit findet auf dem Platz zudem wiederum ein Christbaumverkauf statt.

Neben dem fehlenden Schatten haben Bewohnerinnen und Bewohner des Limmatfeld-­Quartiers auch schon andere Anliegen eingebracht. Viele wünschen sich einen Spielplatz auf dem Rapidplatz. Der Quartierverein Limmatfeld freue sich nun zwar, dass die Idee einer Velo- oder Trottinett­strecke nun umgesetzt werde, sagt Vereinspräsident Peter ­Metzinger auf Anfrage. «Wir fragen uns jedoch, wieso der viel dringender gewünschte Spielplatz auf dem Rapidplatz nicht vorgezogen wurde. Schliesslich hat der Stadtrat zugesagt, sich des Problems der fehlenden Spielplätze tatkräftig anzunehmen.» Der Quartierverein hoffe nun, dass der Spielplatz als Nächstes komme.

Mobile Pumptrack-Anlagen, die für eine befristete Zeit aufgestellt werden, sind derzeit hoch im Kurs, auch wegen eines Projekts des kantonalen Sportamts. Dieses besitzt zusammen mit dem kantonalen Verkehrsamt drei mobile Pumptrack-Anlagen, die jeweils für drei ­Wochen bei einem Schulhaus aufgestellt werden. Unter ­anderem kamen so schon Schülerinnen und Schüler in ­Unterengstringen, Weiningen und Uitikon in den Genuss einer temporären Pumptrack-Anlage.