Dietikon
«Ein Freudentag für die Wirtschaft», zahlreiche Gratulationen für Roger Bachmann (SVP) – und sein erstes Interview nach der Wahl

Mit 1683 Stimmen wird Roger Bachmann (SVP) zum Dietiker Stadtpräsidenten gewählt. Schauen Sie sich jetzt das erste Interview mit dem neuen Stapi auf Video an.

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Dietiker Stadtpräsidiumswahl am 22. April 2018
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Und von Stadtschreiberin Karin Hauser gab es im Namen der Stadt einen Blumenstrauss...
...nachdem der heutige Vize-Stadtpräsident Jean-Pierre Balbiani (SVP) die Resultate verkündet hatte.
Auch CVP-Fraktionspräsident Gabriele Olivieri gratulierte Roger Bachmann.
Bachmanns Unterstützerinnen und Unterstützer waren zahlreich im Stadthaus-Foyer erschienen.
Als sein Sieg verkündet wurde, ging ein grosser Jubel durchs Stadthaus (siehe Video unten).
Der künftige Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) und sein härtester Widersacher im Wahlkampf, Anton Kiwic (SP).
So präsentiert sich der neue Stadtrat: Reto Siegrist (CVP), Rolf Schaeren (CVP), Heinz Illi (EVP), der als Stadtpräsident gewählte Roger Bachmann (SVP), Philipp Müller (FDP), Lucas Neff (Grüne) und Anton Kiwic (SP).
Für Bachmann geht nun ein langer Wahlkampf zu Ende. Hier ein Bild von der Stadtratswahl-Podiumsdiskussion am 5. Februar im Dietiker Gemeinderatssaal.
Im Februar galt es zudem auch die Podiumsdiskussion des Quartiervereins Limmatfeld zu absolvieren.
Ausserdem galt es viele Plakate aufzustellen und auf dem Kirchplatz viele Leute anzusprechen. Hier auf dem Bild von November 2017: Der SVP-Nationalrat Hans Egloff, SVP-Stadtrat Roger Brunner, Roger Bachmann und der SVP-Gemeinderat Stephan Wittwer.
Mit 1683 Stimmen liess er seine Konkurrenz klar hinter sich: Der neugewählte Dietiker Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP).

Dietiker Stadtpräsidiumswahl am 22. April 2018

David Egger

Am Samstagabend stand er noch in der Swiss Arena und verfolgte mit, wie sein geliebter EHC Kloten die Rapperswil-Jona Lakers 4:3 besiegte. Am Sonntagmittag im Foyer des Stadthauses war er dann der jubelnde Sieger: Roger Bachmann (SVP) wird dank 1683 Stimmen neuer Dietiker Stadtpräsident.

Als Vize-Stadtpräsident Jean-Pierre Balbiani (SVP) kurz nach 14 Uhr die Resultate verkündete, gingen Jubelschreie und ein grosser Applaus durchs Stadthaus-Foyer. Bachmann durfte von Stadtschreiberin Karin Hauser einen Blumenstrauss und von seinen Konkurrenten, bisherigen und neuen Stadtratskollegen sowie von Parteikollegen und weiteren Politikern zahlreiche Gratulationen entgegennehmen.

Mit seinen 1683 Stimmen hatte Bachmann 701 Stimmen Vorsprung auf Anton Kiwic (SP), der 982 Stimmen holte und damit den drittplatzierten Heinz Illi (EVP) um 93 Stimmen distanzierte. Illi holte 889 Stimmen.

Auch weitere, nicht fürs Präsidium kandidierende Stadträte erhielten Stimmen: Philipp Müller (FDP), Rolf Schaeren (CVP) und Lucas Neff (Grüne) erhielten alle je 14 Stimmen, Reto Siegrist (CVP) holte 9 Stimmen.

Nicht nur erzielte Bachmann wiederum auf deutliche Art und Weise die grösste Stimmenzahl. Auch aus dem Vergleich mit dem ersten Wahlgang geht er als klarer Sieger hervor. Denn Bachmann holte 299 Stimmen mehr als noch in der ersten Runde am 4. März. Derweil legte Kiwic um 100 Stimmen zu und Illi um 99 Stimmen.

Zusammen konnten Bachmann, Kiwic und Illi also fast genau 500 Stimmen mehr auf sich verteilen als noch im ersten Wahlgang, in dem der vierte Kandidat Bernhard Schmidt (parteilos) noch 689 Stimmen geholt hatte und in dem zudem zahlreiche vereinzelte Stimmen auf nicht fürs Stadtpräsidium kandidierende Politiker fielen. So hatte Philipp Müller damals noch 80 Stimmen geholt, Reto Siegrist 61 Stimmen, Rolf Schaeren 60 Stimmen und Lucas Neff 54 Stimmen.

Dass die Zahlen dieses Mal allgemein tiefer sind als im ersten Wahlgang, hat insbesondere damit zu tun, dass die Stimmbeteiligung nun um 7,94 Prozentpunkte tiefer lag. Im ersten Wahlgang waren es noch 38,35 Prozent, am Sonntag waren es noch 30,41 Prozent – als Balbiani diese Zahl vermeldete, ging ein kurzes Raunen durch das Stadthaus-Foyer.

Insgesamt hatten von 12 224 stimmberechtigten Dietikerinnen und Dietikern 3717 ihren Wahlzettel eingelegt. Die ungültigen und leeren Wahlzettel abgezogen, resultierte ein Total von 3605 Stimmen. Unter den gültigen Stimmen hatte Bachmann also einen Anteil von satten 46,69 Prozent, Kiwic einen solchen von 27,24 Prozent und Illi 24,66 Prozent.

Einen so deutlichen Vorsprung habe er nicht erwartet, sagte Bachmann am Sonntag kurz nach der Verkündung der Resultate. «Insofern ist es ein ganz gefreutes Ergebnis. Damit wurde ein Stück weit auch die Arbeit im Stadtrat honoriert, die ich in den letzten vier Jahren geleistet habe», sagte Bachmann. Für diese Arbeit sei er aber nicht alleine verantwortlich, sondern zusammen mit seinen Leuten der Stadtverwaltung. «Ihnen allen gehört auch ein herzliches Dankeschön», sagte Bachmann gekonnt präsidial.

Auch die Arbeit und das Herzblut, mit der seine Parteikollegen ihm im Wahlkampf geholfen hätten, lobte er. «Das wird sicher noch das eine oder andere Bierchen geben», sagte er im Hinblick auf den Abend des Wahlsonntags. So empfing ihn die SVP später mit Applaus im «Zeus» an der Löwenstrasse. Zuerst galt es aber, im Stadtratssaal mit den alten und neuen Stadträten mit Wein anzustossen, wie es die Tradition verlangt.

«Ein Freudentag für die Wirtschaft»

Als Gründe für seine erfolgreiche Wahl sah er insbesondere die von ihm erbrachte Leistung als Sozialvorstand in den letzten vier Jahren und dass er schon vorher lange politisch aktiv war, speziell im Gemeinderat. «So verfüge ich über eine relativ grosse Erfahrung auf der politischen Ebene. Das hat sicher den Ausschlag gegeben», erklärte Bachmann.

Mit seinem Sieg erfüllte er auch die Hoffnungen verschiedener Wirtschaftsvertreter. Schliesslich haben beispielsweise der Industrie- und Handelsverein und der Gewerbeverein Bachmann zur Wahl als Stadtpräsident empfohlen. Ein Sieg der Wirtschaft sei sein Wahlgewinn aber nicht: «Ich sehe es primär als Sieg jener Dietikerinnen und Dietiker, die mir die Stimme gegeben haben. Aber man kann sicher sagen: Es ist auch ein Freudentag für die Wirtschaft und das Gewerbe in dieser Stadt.» Und das weniger als 24 Stunden nach seinem Freudenabend in Kloten.