Kinderbetreuung
Ein Drittel der Zürcher Gemeinden hat kein Angebot für Vorschulkinder

Die Zahl der Betreuungsplätze für Kinder hat im Kanton Zürich zwischen 2005 und 2010 um mehr als 50 Prozent zugenommen. Doch die Unterschiede zwischen den einzelnen Gemeinden sind gross. Knapp ein Drittel bietet kein Betreuungsangebot für Vorschulkin

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Ein Drittel der Gemeinden bietet nichts an

Ein Drittel der Gemeinden bietet nichts an

Keystone

Einzelne Zürcher Gemeinden verfügen weder im Vorschul- noch im Schulbereich über institutionelle Kinderbetreuungsplätze, die es den Eltern erlauben würden, geregelte Arbeitszeiten einzuhalten, wie der Zürcher Regierungsrat am Freitag mitteilte. Angebote für Vorschulkinder gibt es in 69 Prozent der Gemeinden, Betreuung für Schulkinder in 90 Prozent.

Im Durchschnitt kommt im Kanton Zürich auf jedes achte Kind ein Betreuungsplatz. In der Stadt Zürich ist das Angebot am grössten, hier steht für jedes vierte Kind ein Platz zur Verfügung.

Insgesamt existierten im Jahr 2010 23'800 Plätze in Krippen, Horten, Tagesfamilien oder an Mittagstischen. Das sind 930 mehr als im Vorjahr. Im Durchschnitt teilen sich drei Kinder zwei Plätze, so dass insgesamt 35'700 Kinder eines der Angebote besuchen.

Wichtiger Standortfaktor

Für die Gemeinden ist das Angebot an Kinderbetreuung ein wichtiger Standortfaktor, wie es in der Mitteilung heisst. Mit dem Kinderbetreuungsindex, der seit acht Jahren erhoben wird, können Gemeinden sich vergleichen. Ausführliche Informationen dazu gibt es im Internet unter www.kinderbetreuung.zh.ch.

Erfasst werden sowohl die Plätze als auch die Finanzierung der Einrichtungen durch die öffentliche Hand. Denn nicht nur im Angebot, auch bei der Kostenbeteiligung gibt es grosse Unterschiede zwischen den Gemeinden. Die Subventionen reichen dabei von Null bis 3766 Franken pro Kind und Jahr. Insgesamt werden im Kanton 233 Millionen Franken pro Jahr aufgewendet, davon entfallen 70 Prozent auf die Stadt Zürich.