Dietikon
Ein Anlass für die Neuzuzüger: Erst die Stadt kennen lernen, dann feiern

Dietikon Nach dem Willkommen mit viel Info ging es für die Neuzuzüger zum Bummeln auf den Herbstmarkt

Cynthia Mira
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Herbstmarkt in Dietikon
13 Bilder
Shuprajya tanzte in traditionellem Gewand. Neuzuzüger und Herbstmarkt
Die Neuzuzüger wurden im Stadthaus begrüsst. Neuzuzüger und Herbstmarkt
Danach ging es zu den Führungen. Neuzuzüger und Herbstmarkt
Die Neuzuzüger erfuhren viel Interessantes über ihre Stadt.
Auch Taekwon Do wurde gezeigt. Neuzuzüger und Herbstmarkt
Eine Gruppe liess sich das Stadtzentrum zeigen.
Jugendliche Sportler zeigten auch den koreanischen Schwertkampf Haidong Gumdo.
Sie kauften auch auf dem Herbstmarkt ein: Die Organisatorin Sabine Billeter und Olivier Barthe.
Der Pilzkundeverein von Dietikon verköstigte die Herbstmarktbesucher mit Risotto und Pilzsauce. Neuzuzüger und Herbstmarkt
Im grossen Topf wurde die Leckerei gekocht. Neuzuzüger und Herbstmarkt
Die Neuzuzüger wurden im Stadthaus begrüsst.
Sepp Huber fühlt sich wohl in Dietikon. Er kommt ursprünglich aus Bayern.

Herbstmarkt in Dietikon

Um neun Uhr morgens sitzt Sepp Huber mit seiner Begleitung an einem der kleinen Tische im Foyer des Stadthauses Dietikon bei Kaffee und Gipfeli. Im Raum mit ihm noch weitere rund hundert Menschen. Alle sind an diesem Samstag ins Stadthaus eingeladen, weil sie etwas verbindet: der Neuzuzug.

Von den rund 1000 Neuzuzügern des letzten Jahres haben sich 110 zum Anlass angemeldet, der heuer erstmals auf dem Herbstmarkt ausklingen soll. In diesem Jahr konnten die Gäste unter vier verschiedenen Stadtführungen wählen: Stadtführung mit Besichtigung der Stadt- und Regionalbibliothek, Musikschule und Feuerwehr, Führung über die Geschichte der Stadt im Ortsmuseum sowie Vorstellung und Diskussion Stadtentwicklungsprojekte.

Sepp Huber entscheidet sich für Letzteres. Bei der Führung geht es etwa um den künftigen Stadtteil Niderfeld, die Limmattalbahn oder das Label «Energie Gold», ein Label, das verpflichtet, wie Stadtpräsident Otto Müller bei seiner Rede im Gemeinderatsaal berichtet.

Anderer Schauplatz: Elfie Rabenbauer erzählt bei ihrer Führung durchs Zentrum, die sie zusammen mit der Musiklehrerin Edith Schelling anbietet, dass sich zwar nicht so viele Gäste für diese Führung interessieren wie für die mit den Stadtentwicklungsprojekten. Aber sie mache sie trotzdem sehr gerne. Schelling pflichtet ihr bei und meint: «Was mir sehr am Herzen liegt, ist der Weg der Reppisch nach.» Sie sei hier aufgewachsen und habe ihre Kinder hier grossgezogen.

Das junge Paar Nadine Häni und Christian Meier verspricht sich von dem Rundgang einen besseren Überblick über den alten Stadtteil. Mit einem Stopp im alten Dorfkern vor der «Krone» und den Wegstationen zum Bruno-Weber-Park wird diesem Wunsch entsprochen.

«Ich schätze besonders die guten Verbindungen in Dietikon, und für die allgemeine Versorgung ist alles in der Nähe. Man kann alles zu Fuss erledigen», freut sich Meier.

Auch Sepp Huber, der ursprünglich aus Bayern stammt, zeigt sich zufrieden: «Ich habe heute festgestellt, wie interessant Dietikon eigentlich ist», meint er am Ende des Neuzuzüger-Anlasses auf dem Herbstmarkt.

Bunt, bunter, Herbstmarkt

Ganz alleine auf der Bühne neben dem Kirchplatz in Dietikon steht die siebenjährige Shuprajya Pushpanantha aus Spreitenbach und blickt hin und wieder zu ihrer indischen Tanzlehrerin Vani Sarma ins Publikum. Sie tragen prächtige glitzernde Kleider und viel Schmuck.

Auf die Frage nach ihrem Auftritt im indischen Tanz, ob sie nervös gewesen sei, schüttelt Shuprajya nur den Kopf. Der Herbstmarkt ist im Gange, der auch in diesem Jahr für einen bunten Samstag sorgt.

«Ich habe gerade Pilze und verschiede Trockenfrüchte gekauft», sagt Bernadette Müller aus Dietikon vor einem Stand mit Naturprodukten. An rund 70 Ständen werden verschiedene Produkte angeboten: eine grosse Auswahl an regionalem Gemüse, Gebäck und Leckereien, Spezialitäten ferner Länder, Honig und kleine Geschenkartikel.

Seit neun Uhr auf den Beinen ist der 15-jährige Lukas Loosli aus Dietikon. Er hilft der Organisatorin Sabine Billeter von der Vereinigung Zentrum Dietikon.

Auf der Bühne wird in einer Taekwon-Do-Show gerade ein Brett von einer Schülerin mit einem Schlag auseinandergebrochen. Billeter freut sich, dass so viele Gäste auf den Markt gekommen sind und dass das Wetter so gut mitspielt.

Währenddessen sind vier Männer vom Verein für Pilzkunde Dietikon und Umgebung beschäftigt, in einem grossen, schwarzen, holzbefeuerten Kessel unter ständigem Rühren Reis zu dünsten. Rund 250 Portionen werden verteilt, und in diesem Jahr warten auch die Neuzuzüger der Stadt nach ihrer Feier auf das Risotto an feiner Pilzsauce.