Fussball
Dietikon macht gegen Red Star einen 0:3-Rückstand wett

Nach einer schwachen letzten Viertelstunde vor der Halbzeitpause sah sich der Tabellenführer scheinbar hoffnungslos in Rückstand. In der Folge nahmen die Dietiker die Zweikämpfe an und holten dank Treffern von Dimita und Cajic (2) noch einen Punkt.

Raphael Biermayr
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Nach der Pause hatten Ivica Cokolic (r.) und Co. die Defensive besser im Griff.

Nach der Pause hatten Ivica Cokolic (r.) und Co. die Defensive besser im Griff.

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Dietikon begann so, als ob es nie eine Winterpause gegeben hätte. In der 2. Minute vergab Dimita allein vor Red-Star-Torwart Elsener. Maroufi, der einzige Neuzugang in der Startelf, hatte den Goalgetter herrlich freigespielt.

Wenig später eine fast identische Szene auf der Gegenseite: Facchinetti schoss knapp daneben. Der Stürmer sollte in der Schlussphase der ersten Halbzeit zur grossen Figur werden. Binnen elf Minuten erzielte der 26-Jährige einen lupenreinen Hattrick. Er und der grossartige Fabbricatore übertölpelten die Limmattaler Hintermannschaft ein ums andere Mal. Dort wies jeder dem anderen die Schuld zu.

Kein Wechsel zur Pause

Trotz der desaströsen Leistung in der letzten Viertelstunde liess FCD-Trainer Goran Ivelj dieselbe Elf zur zweiten Halbzeit auflaufen. Die zeigte ihm, dass sie es besser kann.

Dimita köpfelte in der 53. Minute zum 3:1 ein - die Gäste rochen Lunte. Und als Cajic elf Zeigerumdrehungen später den zweiten Treffer erzielte, war die Partie tatsächlich wieder offen.

Wechsel spielen Dietikon in die Hand.

Red-Star-Trainer Gerstenmaier wechselte mit dem Dreifachtorschützen und dessen Assistent Fabbricatore die besten Offensivkräfte früh aus und half den Dietikern damit. Allerdings: Facchinetti musste schwer angeschlagen raus.

Die drückten während der letzten 20 Minuten auf den Ausgleich. Und tatsächlich: Captain Haziri, latent rotgefährdet, lief über den halben Platz und flankte perfekt in den Strafraum, wo Cajic erneut zuschlug (81.). Minuten später verpasste Cajic seinen Hattrick um eine Fussspitze. Es war die letzte gefährliche Szene in einer mitreissenden Partie.

Als hätte es die Winterpause nie gegeben, gilt im Fall des FCD weiterhin: Die offensiven Qualitäten überstrahlen die defensiven Unzulänglichkeiten.