Schön und mit grosser Wahrscheinlichkeit trocken, dazu noch Temperaturen im Plusbereich: So lautete gestern die Wetterprognose für Dietikon am Samstag. «Es sieht gut aus», sagt Primus Greile. Der Präsident des Organisationskomitees vom Dietiker Neujahrslauf freut sich über die Prognose. Denn damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der traditionsreiche Marathon, der im Rahmen des «ZKB ZüriLaufCup» stattfindet, die Teilnehmerzahl vom Vorjahr übertreffen wird.

Zwar liegen die Veranstalter bezüglich Anzahl der Anmeldungen in etwa gleich auf mit dem letzten Jahr. Allerdings melden sich immer mehr Läuferinnen und Läufer spontan an, da viele vor ihrem Entscheid die äusseren Bedingungen am Renntag abwarten. Zudem läuft die Anmeldefrist vor Ort erst eine Stunde vor Wettkampfbeginn ab. «Von den 1929 Läuferinnen und Läufern, die sich im Jahr 2017 angemeldet hatten, waren 240 Nachmeldungen», sagt Greile. «Und das, obwohl es kalt war und schneite.»

Angesichts der positiven Voraussagen, welche die Meteorologen für den Dietiker Neujahrslauf machen, erwartet Greile mehr Nachmeldungen als im letzten Jahr. Er hofft, dass die Organisatoren die magische Marke von 2000 Anmeldungen knacken können. «Wir konnten die Zahl der Teilnehmenden jedes Jahr kontinuierlich steigern», sagt er. «Aber 2000 Läuferinen und Läufer – das wäre ein Rekord. Es wäre super, diese Zahl zu erreichen.»

Regeländerung bei Schülern

Wiederum mit dabei ist auch eine Vielzahl Schülerinnen und Schüler aus Dietikon. 600 Nachwuchsläuferinnen und -läufer werden an den Start gehen und diesmal in zwei Kategorien um Ruhm und Ehre kämpfen. «Wir haben zwei Wertungen: eine, in der das Tempo der einzelnen Klassen zählt, ‹die schnällscht Klass›, und eine, in der die Zahl der Teilnehmenden gewertet wird, ‹die sportlichscht Klass›», erklärt Greile. «Bei der sportlichsten Klasse gilt: Je mehr Schülerinnen und Schüler einer Klasse an den Start gehen, desto höher die Wertung.»

Otto Müller wird zum letzten Mal als amtierender Stadtpräsident dabei sein.

Otto Müller wird zum letzten Mal als amtierender Stadtpräsident dabei sein.

Die Kategorie der Schülerinnen und Schüler wurde seinerzeit übrigens von Dietikons Stadtpräsident Otto Müller angeregt und wird von der Stiftung Jugendförderung Dietikon finanziell unterstützt. Da Müller bei den Neuwahlen im März nicht mehr antritt, wird er dem diesjährigen Neujahrslauf letztmals als Amtsinhaber einen Besuch abstatten. Und dabei wird er Zeuge einer Neuerung: Den Organisatoren steht in diesem Jahr erstmals im Start- und Zielgelände auch der obere Teil der Stadthalle Dietikon zur Verfügung. «Vorher waren wir sozusagen im Keller», sagt Greile. «Jetzt mit dem oberen Stock haben wir deutlich mehr Platz, gerade was Sponsoren- und Essensstände anbelangt. Damit wird alles etwas grosszügiger. Zudem werden wir neben der Festwirtschaft einen Aussengrill haben.»

Mit dem oberen Teil der Stadthalle haben die Organisatoren zudem das Problem der Kapazitätsgrenze gelöst. «Es wurde in den vergangenen Jahren unten jeweils ziemlich eng», sagt Greile. «Das war mitunter ein Grund dafür, dass wir uns für den oberen Teil beworben haben.» Einziger Haken: Die Halle ist bis Freitag belegt. Viel Zeit bleibt den Organisatoren also nicht zur Vorbereitung. «Wir werden am Freitag spätabends anfangen, alles einzurichten», so Greile. «Aber wir wissen noch nicht, wie die Abläufe sind.»

Bis Samstagmorgen haben die Organisatoren Zeit. Dann muss alles bereit sein für den Neujahrslauf. Und wenn läuft alles nach Plan, wird man im Verlauf des Tages auch einen neuen Teilnehmerrekord verkünden können.