Dietikon
Diese Limmattalerin leitet 7773 Pfadis

Die Pharmaziestudentin Regula Steiner ist 24 Jahre alt und bereits 16 Jahre Mitglied in der Pfadi. Sie will etwas bewirken. Jetzt wurde sie zur neuen Kantonsleiterin gewählt.

Andrea Heller
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Regula Steiner ist für die nächsten zwei Jahre Pfadi-Kantonsleiterinzvg

Regula Steiner ist für die nächsten zwei Jahre Pfadi-Kantonsleiterinzvg

«Ich möchte etwas bewirken», sagt Regula Steiner, die vor kurzem zur neuen Pfadi-Kantonsleiterin gewählt wurde. Seit 16 Jahren ist die 24- jährige Mitglied in der Pfadi. Nun übernimmt sie die höchste Funktion auf kantonaler Ebene.

Durch die neue Aufgabe erhalte sie Chancen, die eine junge Studentin sonst nicht bekomme. «Ich habe die Möglichkeit Sitzungen zu leiten, Budgetplanungen zu machen und Ausbildungskurse zu organisieren. Das sind Dinge, mit denen sich jemand in meinem Alter sonst noch nicht konfrontiert sieht», sagt sie.

Als Kantonsleiterin übernimmt sie die Schnittstellenfunktion zwischen der Pfadi Zürich und dem nationalen Verband der Pfadis (PBS). Zudem setzt sie sich vor allem für die Ausbildung der Pfadileiter im Kanton Zürich ein. «Die Qualität der Pfadi-Aktivitäten ist mir wichtig. Um diese Qualität sicherstellen zu können, müssen die Pfadileiter gut ausgebildet werden.»

Grosser Zeitaufwand

Regula Steiner trat mit acht Jahren der Pfadiabteilung St. Ulrich bei. Die Begeisterung für die Bewegung ist geblieben. «Die Pfadi hat mich von Anfang an gepackt. Ich bin dabeigeblieben, weil es mir grossen Spass macht».

Heute investiert Steiner noch mehr Zeit in die Pfadi als damals. Zwei bis drei Abende pro Woche und einen weiteren Halb- bis Ganztag am Wochenende verbringt Steiner mit Pfadiangelegenheiten.

Trotz Studium und Masterarbeit nimmt sie sich gerne Zeit für die Pfadi. «Durch meine langjährige Zugehörigkeit habe ich viele Freunde in der Pfadi», so Steiner. Die Pfadiarbeit kommt ihr deshalb nicht als solche vor. «Wenn ich eine Pfadisitzung habe, ist das für mich wie ein Abend unter Freunden», erzählt sie.

Regula Steiner ist nicht die Einzige in ihrer Familie, der die Pfadi am Herzen liegt. Ihr Vater Rolf Steiner, SP Kantonsrat, ist selbst Mitglied im Stiftungsrat der schweizerischen Pfadistiftung. Er habe sie dazu ermutigt, der Pfadi beizutreten. Die Entscheidung dabei zu bleiben habe sie jedoch selbst getroffen. «Mein Vater hat mich immer bestärkt, selbstständige Entscheidungen zu treffen», sagt Regula Steiner.

Neue Herausforderung

Die neue Kantonsleiterin, die auf den Pfadinamen Triel hört, freut sich auf ihre neue Aufgabe als Kantonsleiterin. «Ich war bereits fünf Jahre auf der Regionalebene tätig und konnte einen guten Einblick in die Kantonsebene gewinnen. Jetzt freue ich mich sehr auf die neue Herausforderung».

Mit ihrem Engagement für die Pfadi möchte sie Positives bewirken. «Wenn meine Arbeit als Kantonsleiterin dazu beiträgt, dass die Kinder in der Pfadi einen spannenden Samstagnachmittag oder tolle Lager erleben, dann hat sich meine Arbeit gelohnt», so Steiner.

Sie ist überzeugt, dass die Pfadi einen guten Einfluss auf die Kinder hat. «In der Pfadi lernen sie, ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln», sagt sie.

Steiner wird diese Entwicklung für die nächsten zwei Jahre als Kantonsleiterin unterstützen können.