Limmattalbahn

Diese Grünfläche weicht dem zukünftigen Tram-Depot – muss das sein?

Auf dem «Müsli» soll dereinst das Tramdepot der Limmattalbahn stehen. (Archiv)

Ein Grünen-Politiker hat in einer Kleinen Anfrage Bedenken zum Standort des künftigen Tram-Depots der Limmattalbahn im Gebiet Müsli geäussert.

Der Baustart für die zweite Etappe der Limmattalbahn von Schlieren-Geissweid bis zum Bahnhof Killwangen-Spreitenbach erfolgt erst Anfang September: Doch die Vorarbeiten dazu sind in den betroffenen Gemeinden bereits unübersehbar. Im Gebiet Müsli, direkt an den Gleisen des Rangierbahnhofs, tut sich derweil noch nichts. Auf der Wiese an der Dietiker Stadtgrenze zu Spreitenbach ist gemäss den Plänen ein Depot vorgesehen, in welchem die Fahrzeuge der Limmattalbahn gewartet und über Nacht abgestellt werden.

Doch soll das Depot wirklich hier auf grüner Wiese gebaut werden, erkundigt sich Grünen-Gemeinderat Beat Hess beim Dietiker Stadtrat in einer Kleinen Anfrage. Welche Gründe denn für diesen Standort sprächen, will er weiter wissen. Und ob der Stadtrat etwas unternehme, um einen alternativen Standort zu finden beziehungsweise um den Bau im «Müsli» zu verhindern.

Der kantonale Richtplan ist bereits angepasst

Allerdings dürfte der Zug abgefahren sein: Der Depot-Standort ist nach einem langen Verfahren festgelegt worden. Bereits im Mai 2014 hatten sich der Lenkungsausschuss und die Begleitgruppe mit Vertretern von Kantonen, Gemeinden, Planungsverbänden und Kantonsplanern nach einem aufwendigen Evaluationsverfahren für das «Müsli» ausgesprochen. Und der Zürcher Kantonsrat nahm den Standort im März 2017 in den Richtplan auf. Dabei hielt er fest, dass die Fruchtfolgefläche, die im «Müsli» verloren geht, flächengleich und mit der gleichen Güteklasse im Gebiet «Bifang» in der Gemeinde Maschwanden neu entstehen müsse.

Die Limmattalbahn AG plant deshalb nach wie vor, das Depot im «Müsli» zu erstellen, wie Geschäftsführer Daniel Issler sagt. Das Projekt sei weit fortgeschritten. «Ausstehend ist nur noch die Baubewilligung des Bundesamtes für Verkehr.» Diese werde in den kommenden Wochen oder Monaten erwartet. Der Baustart erfolge, je nach Zeitpunkt des Eingangs, noch in diesem Herbst oder Anfang 2020. (og)

Meistgesehen

Artboard 1