"Zwingli-Stadt 2019" ist eine ökumenische Aktion, die von allen drei Landes- und Stadtkirchen getragen wird. Die drei Meter grossen Statuen des Reformators, die dem bekannten Zwingli-Denkmal bei der Wasserkirche nachempfunden sind, stehen von August bis November an gut frequentierten Orten und Plätzen, wie die Reformierte Kirche Kanton Zürich in einer Mitteilung schreibt.

Jeder der zwölf Stadtkreise hat seine eigenen Herausforderungen und Themen. Entsprechend werden die Figuren jeweils gekleidet und ausgestattet. Und begleitend dazu finden in jedem Stadtkreis sogenannte "Zwingli-Gsprööch" statt.

Arbeiter-Zwingli und Pionier-Zwingli

Die Diskussionen sollen offen und kontrovers sein - ohne Angst, sich an einem Thema die Finger zu verbrennen. "Ganz im Sinne der Reformation", wie es in der Mitteilung heisst. Zur Sprache soll all das kommen, "wo es einem den Hut lupft", wie Grossmünster-Pfarrer Christoph Sigrist gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Die erste Statue wird am 1. August aufgestellt und wird passend zur Festrede von Pfarrer Sigrist ein Klima-Zwingli sein. Dieses aktuelle Thema haben junge Erwachsene aus der Altstadt-Kirchengemeinde ausgewählt. Bei der Aktion geht es laut Sigrist darum, aktuelle Themen aus dem Geist von 500 Jahren neu zu reflektieren. Die politische Wirkung, die von der Kirche ausgehen müsse, sei entscheidend.

Weitere Themen setzen beispielsweise ein Wohnungs-Zwingli, ein Sozial-Zwingli, Wirtschafts-Zwingli, ein Arbeiter-Zwingli oder ein Integrations-Zwingli. Die Statuen werden unter anderem auf dem Schaffhauserplatz, auf dem Kanzlei-Areal, auf dem Tessiner-, dem Turbinen- und dem Lindenplatz aufgestellt. Auf der Zuschauerterrasse am Flughafen wird es einen Pionier-Zwingli geben.

Am 6. Dezember werden schliesslich alle Figuren versteigert. Der Erlös geht an eine soziale Organisation.