Dietikon

Die Sperrung des Fussgängerstreifens beim Limmat-Tower wird ignoriert

Die Überlandstrasse kann an dieser Stelle voraussichtlich Ende September wieder legal passiert werden.

Die Überlandstrasse kann an dieser Stelle voraussichtlich Ende September wieder legal passiert werden.

Im Rahmen der Ausbauarbeiten der Überlandstrasse wurde der Fussgängerstreifen vor dem Limmat-Tower aufgehoben. Da die Aufhebung nur von kurzer Dauer ist, bleibt der Fussgängerstreifen erhalten. Trotzdem überqueren viele Leute hier die Strasse.

Wer zurzeit durch Dietikon fährt, braucht viel Geduld. Unzählige Baustellen erschweren die Durchfahrt. Unter anderem stellen der Ausbau der Überlandstrasse und der Bau der zweiten Etappe der Limmattalbahn die Nerven von Autofahrern und weiteren Verkehrsteilnehmern auf die Probe. Auch Fussgängerinnen und Fussgänger werden nicht verschont: So verschwanden mit der Einführung des Grosskreisels West Ende August bei der Bunkerkreuzung mehrere Fussgängerstreifen. Das sorgte für viel Unmut (die Limmattaler Zeitung berichtete).

Gestern begannen nun die Vorbereitungsarbeiten für die Strassenbauarbeiten an
der Überlandstrasse zwischen Heimstrasse und Limmatbrücke. Sie dauern voraussichtlich bis Oktober 2020.

Trotz Absperrung wird der Fussgängerstreifen passiert

Die Einmündung der Überlandstrasse in die Limmatfeldstrasse ist bereits gesperrt. An dieser Stelle werde die Strasse zuerst überbaut, erklärt Markus Bissig, Projektleiter des kantonalen Tiefbauamtes. Die Limmatfeldstrasse kann während dieser Bauarbeiten über die Heimstrasse und die Alfred-Comte-Strasse erreicht werden.

Und wie schon bei der Bunkerkreuzung erregt auch beim Limmat-Tower ein Fussgängerstreifen Aufsehen. Die Fussgängerlichtsignale sind abgedeckt, Schranken versperren den Weg zum Fussgängerstreifen und Verbots- und Gebotsschilder sowie grosse orange Kreuze am Boden signalisieren, dass die Strasse an dieser Stelle nicht passiert werden sollte – obwohl dort noch keine Arbeiten stattfinden. Diese Massnahmen scheinen aber nicht auszureichen, um die Passanten am Überqueren der Überlandstrasse zu hindern.

So wirkungslos ist die Aufhebung des Fussgängerstreifens

So wirkungslos ist die Aufhebung des Fussgängerstreifens

Der Fussgängerstreifen über die Überlandstrasse ist ein grosses Bedürfnis.

Immer wieder beäugen Fussgängerinnen und Fussgänger die Absperrungen misstrauisch, werfen einen Blick nach links und nach rechts und huschen dann über die Strasse. Möglicherweise möchten sie sich so den Umweg sparen, den sie auf sich nehmen müssten, um auf die andere Strassenseite zu gelangen. Die Baudirektion könne nichts dagegen machen: «Wir haben die Medien und Anwohner informiert. Die Fussgänger werden in den jeweiligen Bauphasen in einem sicheren Bereich geführt und diese Führung wird signalisiert. Mehr können wir nicht tun.»

Der Abbau würde viel Lärm bedeuten

Den Fussgängerstreifen vollständig abzubauen macht laut Bissig wenig Sinn: «Die Sperrung des Fussgängerstreifens dauert nur so lange, bis die Insel in der Strassenmitte abgebaut ist. Danach wird der Fussgängerstreifen wieder begehbar sein.» Dies werde voraussichtlich Ende September der Fall sein. Den Fussgängerstreifen abzubauen würde nicht nur mehr Zeit beanspruchen, sondern auch Lärm verursachen.

Man muss rennen: Die Überlandstrasse zu passieren kann gefährlich sein

Man muss rennen: Die Überlandstrasse zu passieren kann gefährlich sein

Die Sperrung reicht nicht aus, um Fussgänger vom Übergang der Überlandstrasse abzuhalten.

Eine weitere Massnahme ist die Verschiebung der Bushaltestelle Heimstrasse um etwa 100 Meter in Richtung Limmatbrücke. «Während der Bauarbeiten erfolgt auf der Überlandstrasse eine Spurreduktion von heute fünf auf vorübergehenden drei Spuren. Damit der Verkehr Richtung Fahrweid trotzdem am Bus vorbeifahren kann, mussten wir die Haltestelle verschieben», sagt Bissig.

Autor

Manuel Reisinger

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