Dietikon
Die Schweizer «Miss»-Touristin

Sabrina Castioni kämpft um den Titel der «Miss WM». Im Herbst dann bereits die nächste Schau: Als «Miss Tourism Switzerland» jettet sie extra für ein paar Tage nach China. Warum? Dort buhlt sie um den Titel der internationalen «Miss Tourism».

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Sabrina Castioni

Sabrina Castioni

Alex Rudolf

«Ich gehe ohne grosse Erwartungen an Miss Wahlen. Der grösste Gewinn ist, dass ich als Model schon grosse Fortschritte gemacht habe», sagt Sabrina Castioni. Sie hat in diesem Jahr bereits an mehreren Schönheitswettbewerben teilgenommen und gewann bisher die Titel der «Miss Tourism Switzerland» und «Miss WM Schweiz».

«Das Wochenende in Gstaad war grossartig»

Im März wurde die Kleinkindererzieherin zur Repräsentantin der Schweiz als Tourismusland gekürt. Ihre Modelagentur «Casale Management» machte sie auf die Durchführung dieses Wettbewerbs aufmerksam. «Das Wochenende in Gstaad, an dem die Wahlen stattfanden, war grossartig. In verschiedenen Fotoshootings in Dirndl und Sportmode wurde getestet, ob die Kandidatinnen die Schweiz gut repräsentieren können», sagt die 26-Jährige.

Erika Hölbling, die Veranstalterin der «Miss Tourism Switzerland»- Wahlen ist zufrieden mit der Gewinnerin. «Uns war sehr wichtig, dass eine natürliche, schöne Frau gewinnt, die auf eine typisch schweizerische Art und Weise unser Land vertreten kann», sagt die Organisatorin. Dass die Wahlen in der Schweiz noch nicht sonderlich bekannt sind, führt Hölbling darauf zurück, dass europäische Länder erst seit einigen Jahren Vertreterinnen an die internationalen Wahlen nach China entsenden.

Sabrina Castioni ist sogar die erste Vertreterin, welche für die Schweiz ins Rennen um die schönste Tourismus-Vertreterin geht. Was dem Wettbewerb in der Schweiz an Publicity fehlt, scheint er in Asien und den USA auszugleichen: «Die Wahlen werden von mehreren Fernsehsendern übertragen und erfreuen sich dort grosser Beliebtheit.»

Geliebt oder gehasst

«Mit derart auffälligen, roten Haaren wird man entweder geliebt oder gehasst», sagt die Dietikerin. Sie geht aber trotzdem entspannt ins Rennen um die Krone «Tourism Queen»t. Mit ihren 1.74 Meter ist sie auch nicht gerade die grösste Teilnehmerin: «Ich bin mit meiner Körpergrösse an der unteren Grenze für internationale Wettbewerbe, ich sehe darin aber kein Problem».

Die nächste wichtige Zwischenstation in Castioni's Laufbahn ist die Wahl zur Miss WM am 4. Juni im Europapark in Rust. Während der letzten Fussball-WM hat die Rothaarige von der Durchführung einer solchen Miss-Wahl erfahren und sich kurzerhand dazu entscheiden, dieses Mal auch teilzunehmen. «Ich bin gespannt auf diese Erfahrung und freue mich sehr darauf», sagt sie dazu.

Unter den kritischen Augen der Jury, bestehend aus Ex-Fussballergattin Claudia Effenberg, Ex-Bayern-Torjäger Roy Makaay und Ex-Fussball-Weltmeister Pierre Littbarski muss sie sich gegen 31 Konkurrentinnen durchsetzen. «Es ist zwar noch nicht ganz sicher, aber wir hoffen, dass die Gewinnerin an die Weltmeisterschaft fliegen kann und ihr Team tatkräftig unterstützen wird - natürlich will ich diejenige sein, die das tun darf», sagt Castioni.

Sie traf Lionel und Nicole Richie

Ein Höhepunkt auf dem Weg zum Miss WM-Titel war der Auftritt in «Wetten, dass...» am vergangenen Wochenende. Alle Anwärterinnen wurden eingeladen, um den deutschen Popsänger Mark Medlock bei seiner Darbietung zu unterstützen. «Es war wirklich aufregend; ich habe Michelle Hunziker, Thomas Gottschalk, Lionel und Nicole Richie kennenlernen dürfen», so Castoni.

Bereits vor ihrem ersten Miss Titel konnte Castioni bei Schönheitskonkurrenzen einige Erfolge verbuchen: Sie habe sich bereits an den Miss-NYX- und Bikini-Wahlen sehr gute Platzierungen erkämpft, sagt sie. «Da habe ich Blut geleckt und bemerkt, dass mir Miss Wahlen sehr zusagen, es gefällt mir mich zu präsentieren», so die zierliche Dietikerin.

Für die Miss Zürich Wahlen habe sie sich ebenfalls angemeldet- mit ihren 26 Jahren sei sie jedoch zu alt für diesen Wettbewerb. «Die Altersgrenze liegt bei 25, das war sehr schade».