Die kritischen Stimmen, die befürchteten, das Projekt des Schlieremärts sei nicht rentabel, sollten nicht recht behalten. Dank der positiven Rückmeldung der Bevölkerung wird der Wochenmarkt nach einer 13-wöchiger Pilotphase definitiv weitergeführt, wie die Interessensgemeinschaft Schlieremärt gestern mitteilte.
Sehr erfreut über die Weiterführung des Wochenmarkts ist Béatrice Bürgin, Präsidentin der SP-Schlieren und Gesamtkoordinatorin der IG Schlieremärt: «Ich war mir zwischendurch nicht sicher, ob die Bilanz positiv ausfallen wird.» Da der Versuchsbetrieb des Markts im September startete, sei es oft regnerisch gewesen. «Ein Markt ist sehr wetterabhängig», sagt Bürgin.

«Standbetreiber sind zufrieden»

Der Schlieremärt war ein Wunsch der Schlieremer Bevölkerung, wie die Einwohnerumfrage der SP zum Thema Lebensqualität in der Gemeinde im letzten Winter zeigte. Zwar besuchten entsprechend viele Leute aus Schlieren und umliegenden Gemeinden den Wochenmarkt an der Salmenkreuzung und entlang der Freiestrasse. Doch Bürgin wünscht sich noch mehr Betrieb: «Manche wissen noch gar nichts vom Schlieremärt. Er wird aber bestimmt noch bekannter.» Die Zusage der Marktführer, weiterhin ihre Stände zu betreiben, war für die Zukunft des Schlieremärts wichtig. Mit Ausnahme des Bouillon-Stand-Betreibers bleiben dem Schlieremärt auch alle der bisherigen Marktfahrer erhalten. «Die Standbetreiber sind bisher zufrieden», so Bürgin.
Für die Wintermonate wird das Angebot saisonbedingt reduziert. Ab dem 8. Dezember werden noch Obstspezialitäten, ein kleineres Gemüsesortiment, Eier, Brot, Käse- und Fleischspezialitäten sowie heisse Marroni zu kaufen sein. Das Märtkafi, der grosse Gemüsestand vom Ankenhof und mehrere kleinere Stände legen bis Mitte März eine Winterpause ein.

Frischen Fisch ab Frühling


Ab kommendem Frühling kehren jedoch nicht nur alle Stände aus der Winterpause zurück. Der IG Schlieren Märt ist es ein Anliegen, den Markt Schritt für Schritt weiter auszubauen. «Wir sind in konkreten Verhandlungen mit einem Fischhändler», verrät Bürgin. Frischen Fisch kaufen zu können, sei ein viel geäusserter Wunsch der Marktbesucher gewesen. Ebenfalls werden ab Mitte März Setzlinge und frische Kräuter das Sortiment ergänzen. Auch saisonale Angebote seien in Planung, so Bürgin. So gab es bereits diesen Herbst Pilze aus der Region. Bürgin freut sich schon auf den Frühling und hofft auf sonniges Wetter.