Schlieren

Die Schienen für die Sommerbeiz liegen zum Aufgleisen bereit

Der Speisewagen wird am 11. September auf die Schienen gehoben, der Küchenwagen folgt Anfang 2020.

Für die zwei Waggons, die Teil der Schlieremer Sommerbeiz sind, wurden bereits die Gleiselemente verlegt. Für den Transport mussten sie jedoch zuerst halbiert werden.

Ein wenig verloren liegen die beiden Gleiselemente auf dem sandigen Platz zwischen der gesperrten und der umgebauten Badenerstrasse. Doch wenn am 11. September der erste von zwei Bahnwaggons auf die Schienen gehievt wird, sollte sich dies schnell ändern. Die alten Eisenbahnwagen sind dann Teil der Schlieremer Sommerbeiz, die neu an diesem Ort beheimatet ist.

Die zwei Gleiselemente wurden in vier Stücken angeliefert. «Da sie zu gross für den Transport mit dem Tieflader waren, musste man sie halbieren», sagt Patrick Bigler, Betriebsleiter des Wagi-Museums und Vizepräsident des Vereins Historic Schlieren.

Für die Sommerbeiz stellt der Verein zwei seiner sanierten Waggons. Diese wurden auch in der damaligen Wagons- und Aufzugsfabrik hergestellt. Dabei handelt es sich um einen restaurierten Speisewagen aus dem Jahr 1912 und einen Waggon aus den späten 1960er-Jahren, der als Küchenwagen umgebaut wird. Aber bevor der Speisewagen auf den vorbestimmten Schienen zum Einsatz kommt, ist er während zehn Tagen am Schlierefäscht in Betrieb. Dann ist er nur eine Querstrasse weiter hinten an der Brunnengasse platziert. Dort steht er neben dem «Filisurer-Stübeli», einem alten Eisenbahnwagen der Rhätischen Bahn. Damit die beiden Waggons während des Schlierefäschts nicht davonrollen, sorgen vorgefertigte Holzelemente für einen sicheren Stand.

Sommerbeiz bleibt mindestens bis 2022

Dass der Speisewagen nicht schon am Schlierefäscht an seinem definitiven Standort anzutreffen ist, hat laut Bigler mehrere Gründe. «Einerseits ist der Platz vor den verlegten Schienen bereits durch ein grosses Festzelt besetzt. Dadurch wären die Waggons nicht mehr zu sehen. Andererseits handelt es sich beim Waggon der Rhätischen Bahn um einen Meterspurwagen. Dieser passt nicht auf die Gleiselemente.» Zudem sei bei der Planung des Schlierefäschts noch unklar gewesen, ob die Sommerbeiz in dieser Form und an diesem Platz stattfinden könne.

Ende Juni teilte der Stadtrat mit, dass die Beiz bis mindestens 2022 bleiben dürfe. Auf der 25 mal 25 Meter grossen Fläche sollen zusätzlich eine geschlossene Hütte und weitere Sitzplätze im Freien die Gäste in die Sommerbeiz locken. Bewirtschaftet wird sie wie bisher von den Wirten des Restaurants Corona, aber auch vom Verein Historic Schlieren.

«Zum Speisewagen kommt auf Anfang des nächsten Jahres noch der Küchenwagen hinzu», sagt Bigler. Mit dessen Umbau könne man beginnen, sobald der Speisewagen die Werkstatt verlassen habe. Der Platz bei dem bis dahin leerstehenden Gleiselement bleibt aber nicht ungenutzt. «Dort soll vorübergehend eine kleine Bühne hinkommen.»

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Autor

Sebastian Schuler

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