Moschtete

Die richtige Apfelmischung macht es aus

Die «Moschtete» bei Fredy und Roger Boll in Gwinden hat einmal mehr zahlreiche Schaulustige angezogen.

«Die Kunst, einen qualitativ hochwertigen Süssmost herzustellen, liegt in der Zusammensetzung», verrät Fredy Boll. Und der Bergdietiker muss es wissen: Zusammen mit seinem Sohn Roger wurde Fredy Boll schon mehrfach für herausragenden Most ausgezeichnet. «Mit der 2009er-Ernte sind wir im Kanton Aargau erneut mit zwei Goldmedaillen ausgezeichnet worden», strahlt Fredy Boll. Mittlerweile seit sieben Jahren führt Roger Boll die Geschäfte auf dem Hof. Am Wochenende lockte die Moschtete bei Bolls wieder zahlreiche Schaulustige - und Hungrige und Durstige - nach Gwinden.

Fast noch wichtiger als die richtige Sortenwahl ist die Trachtengruppe Bergdietikon. Denn ohne die singenden Frauen würde es diesen Anlass wohl gar nicht geben. «Unsere Agnes Brandenburger ist Ideengeberin und Initiantin», verrät Valeria Eichenberger.

Die Landfrauen, die traditionell eine Festtags- oder Werktagstracht tragen, sind für die Bewirtung der Gäste zuständig. Nebst knusprig grillierten Würsten werden diesmal auch eine selber gemachte Kürbissuppe und verschiedene Kuchen angeboten. «Für uns ist die Moschtete im Oktober der traditionelle Herbstanlass», sagt Präsidentin Sibylle Baumberger. Der vor achtzig Jahren gegründete Verein zählt heute noch über 100 Mitglieder und hat nebst einer Gesangs- auch noch eine Volkstanzgruppe.

Nebst dem Most stellt Fredy Boll in diesem Jahr auch einen edlen Calvados her. Für diesen Digestif werden ausschliesslich Gravensteiner-Äpfel verwendet, die drei Monate im Fass unter Beigabe von Reinhefe gären. Der Maischenzusatz sorgt dann noch für die richtige Grundlage des Edelbrands. Aber erst die Veredelung verleiht dem Calvados das gewisse Etwas. «In meiner Hexenküche sorge ich dann für die richtige Farbe und den richtigen Geschmack», verrät Fredy Boll, ohne dabei seine Geheimnisse preiszugeben.

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