Die Poststelle weist seit längerer Zeit eine stark ungenügende Wirtschaftlichkeit auf. Dies liess die Schweizerische Post dem Gemeinderat verlauten. Darum prüft die Post nun Alternativen. Die Verhandlungen dazu sind im Gange, wie Erich Schmid, Leiter Kommunikation Ost der Schweizerischen Post, auf Anfrage mitteilt. Der Zeithorizont für eine allfällige Veränderungen sei noch unklar. Ebenso unklar ist zu diesem Zeitpunkt, ob es wie in Oetwil (az Limmattaler Zeitung vom 4. Mai) eine Postagentur als Ersatz geben wird. Die Variante einer Agenturlösung stehe jedoch im Vordergrund, sagt Hans Jahn, Gemeindepräsident von Aesch, auf Anfrage.

Oberstes Ziel aus Sicht des Gemeinderates sei es, dass die Postdienstleistungen aufrechterhalten bleiben und weiterhin direkt im Dorf angeboten werden, sagt Jahn. Im Interesse der Bevölkerung seien möglichst gute Öffnungszeiten anzustreben.

Zudem glaubt Jahn nicht, dass durch eine allfällige Verschiebung der Post ein Treffpunkt der Anwohner verloren gehen wird.
Postagenturen entsprechen dem Prinzip «Post im Laden», wobei die Post mit selbstständigen Partnern zusammenarbeitet, die das Postgeschäft übernehmen. Infrage kämen Detaillisten, Tourismusbüros und Bahnen, wie der Firmenwebseite der Post zu entnehmen ist. Eine Agenturlösung würde längere Öffnungszeiten mit sich bringen. Zudem würden die Dienstleistungen einer Poststelle - etwa Briefe und Pakete aufgeben, Sendungen abholen und Briefmarken kaufen - weiterhin möglich sein.

Eine Hausdienst-Lösung?
Neben der Agenturlösung gibt es gemäss der Firmenwebseite die Hausservicelösung. Dabei wird der Postschalter quasi an die Haustür verlegt. Wer ein Postgeschäft erledigen möchte, bringt am Briefkasten ein kleines Schild an, das die Post zur Verfügung stellt. Der Briefträger klingelt dann bei der nächsten Zustelltour, um nach den Wünschen zu fragen. Diese Variante würde den Kunden insofern entgegenkommen, dass sie zu Hause eine breite Dienstleistungspalette - etwa Rechnungen bezahlen, Briefe und Pakete aufgeben und Briefmarken kaufen - angeboten bekommen. Sie hat aber den grossen Nachteil, dass auswärts arbeitende Einwohner nicht davon profitieren können.

Wie es um die Aescher Post künftig bestellt sein wird, soll möglichst bald klar sein. «Sobald ein Entscheid gefallen ist, wird die Post die Bevölkerung in Absprache mit der Gemeinde mit einem Flugblatt informieren», sagt Schmid.