Die Stimmberechtigten in den elf Trägergemeinden haben sich gestern überaus klar für die neuen Statuten des Spitalverbands Limmattal ausgesprochen: Es waren insgesamt nur 915 Nein-Stimmen zu verzeichnen, diesen standen 14 292 Ja-Stimmen gegenüber. Die Stimmbeteiligung lag in den Gemeinden zwischen 27,4 Prozent (Schlieren) und 48,7 Prozent (Aesch).

Über den «deutlich positiven Ausgang der Abstimmung» zeigten sich Spitalverband, Verwaltungsrat und Spitalleitung gestern Abend in einer Medienmitteilung hocherfreut: «Das Ergebnis veranschaulicht erneut die starke Verankerung des Spitals Limmattal in der Region und die hohe Solidarität vonseiten der Bevölkerung.»

Die Totalrevision der Statuten wurde notwendig, weil sich die übergeordneten Vorgaben geändert haben: Die Spital-Statuten mussten an das auf den 1. Januar 2018 in Kraft getretene neue kantonale Gemeindegesetz angepasst werden. Eine wesentliche inhaltliche Änderung ist bei der Verteilung der Kosten des Pflegezentrums vorgenommen worden: Inskünftig wird ein Verlust oder ein allfälliger Gewinn nicht einfach anhand der Bevölkerungsgrösse auf die Verbandsgemeinden aufgeteilt. Neu ist der Verteilschlüssel etwas verursachergerechter ausgestaltet: Zwei Drittel des Verlusts des Pflegezentrums werden aufgrund der effektiven Nutzung – anhand der Pflegetage – auf die Gemeinden verteilt, ein Drittel wird weiterhin solidarisch aufgrund der Bevölkerungszahl von den Gemeinden übernommen. Die neuen Statuten dienen dem Verband gemäss seiner Mitteilung «als rechtliche und organisatorische Basis, um sich weiterhin unternehmerisch und dynamisch den grossen Herausforderungen des Gesundheitswesens zu stellen».

Mit einem Ja-Stimmenanteil von 97,55 Prozent kam die höchste Zustimmung aus Oetwil. In der Stadt Schlieren resultierte der tiefste Ja-Stimmenanteil – mit 92,18 Prozent fiel aber auch hier die Zustimmung noch immer extrem hoch aus.