Nach langer Vorbereitungszeit steht bei der Marionettenbühne Unterengstringen in den nächsten Monaten «Dornrösli» im Mittelpunkt. Die Premiere des Stücks ging am Sonntagmorgen über die Bühne. Mit über 65Personen war der Zuschauersaal voll besetzt. Darunter waren auch einige Ehrengäste – wie die Stimmen der Puppen oder langjährige Freunde und Helfer sowie Familienangehörige des Vereins. Über 15Personen waren an der Erarbeitung des Schauspiels beteiligt, sieben von ihnen stehen nun hinter der Bühne.

Bezaubernd

Inszenierung und Bearbeitung für die Marionettenbühne stammen von Regisseur Jiri Jaros. Für die Ausführung der Puppen – nach Entwürfen von Vera Prochazkova – und für die Requisiten zeichnet das Ensemble der Marionettenbühne Unterengstringen verantwortlich. Die Übersetzung aus dem Tschechischen und die Mundart-Fassung stammen von Pamela Zurkirch, Ursi Lamprecht und Irene Ramseyer. Das Resultat ist ein Märchen, das die Geschichte bis zur Aufführung ebenfalls zu einem Märchen machte. Denn der Schluss und somit das Endprodukt ist bezaubernd. Die Inszenierung spielt im Barockzeitalter und ist entsprechend reichhaltig ausgestaltet.

Verzaubert werden von der Marionettenbühne Unterengstringen nicht nur die Kinder. Es scheint fast so, als wären die Erwachsenen noch mehr darin vertieft. Nicht ganz mit unseren bisherigen altbekannten Fassungen stimmt das Märchen überein. Denn es sind die tückischen Rosen im Garten und nicht die spitze Nadel im Turmzimmer, welche die 17-jährige Rosa (Dornrösli) in den Schlaf fallen lassen.

Entzückt

Das Premierenpublikum war entzückt. Bei einem kleinen Apéro wurden die einzelnen Szenen diskutiert und der Werdegang der Puppen in den Fotoalben verfolgt.