Mutschellen
Die letzten Unfallschäden werden nun behoben

Im Oktober 2018 ist in Berikon ein Lastwagen mit einem Zug der BD-Bahn kollidiert. Die Schäden konnten damals nur provisorisch behoben werden.

Toni Widmer
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Riesenglück für Lastwagenchauffeur und Zugführer: Beide sind bei diesem Unfall am 19. Oktober 2018 auf dem Mutschellen nur leicht verletzt worden.

Riesenglück für Lastwagenchauffeur und Zugführer: Beide sind bei diesem Unfall am 19. Oktober 2018 auf dem Mutschellen nur leicht verletzt worden.

Dank einem Grosseinsatz der Bahnverantwortlichen konnte die Bremgarten-Dietikon-Bahn (BD) ihren Betrieb schon wenige Stunden nach dem schweren Unfall vom 19. Oktober 2018 wieder aufnehmen. Der Fahrer eines Lastwagens hatte damals auf dem Mutschellen um kurz nach 7 Uhr offenbar ein Rotlicht übersehen und beim Abbiegen in Richtung Berikon mit seinem Gefährt eine Zugskomposition der Bremgarten-Dietikon-Bahn gerammt.

Nur Notreparaturen gemacht

Der Unfall ist glimpflich ausgegangen. Weder der Lastwagenchauffeur noch der Zugführer sind ernsthaft verletzt worden. Die Schäden an den Bahnanlagen waren umso grösser: Das Dach der Personenunterführung wurde ebenso in Mitleidenschaft gezogen wie die Leitplanken und die Lichtsignalanlage an der Kantonsstrasse sowie die Signalanlagen der BD.

Damit die Bahn umgehend wieder fahren konnte, wurden diese Schäden notfallmässig so weit behoben, dass ein sicherer Bahnbetrieb garantiert werden konnte. Die definitive Behebung der Schäden sparte man sich für die in diesem Frühjahr bevorstehenden ordentlichen Unterhaltsarbeiten an der Strecke auf.

«Für diesen periodischen Unterhalt muss die Bahnstrecke jeweils ohnehin gesperrt werden. Deshalb wurde entschieden, die definitive Reparatur der Unfallschäden auf diesen Zeitpunkt zu vertagen. So lassen sich Synergien nutzen und unnötige Umtriebe für unsere Kunden vermeiden», erklärte Erwin Rosenast, Leiter Kommunikation bei Aargau Verkehr (vormals BDWM).

Für die Unterhaltsarbeiten zwischen Bremgarten und Dietikon wird die Bahnstrecke vom 12. April, ab 9 Uhr bis zum 15. April, um 5 Uhr, gesperrt. In dieser Zeit verkehren Ersatzbusse. Auch auf der Mutschellenkreuzung ist in dieser Zeit für den Privatverkehr mit Behinderungen zu rechnen. Für die Verkehrsregelung steht ein Verkehrsdienst im Einsatz.

Noch keine Neuigkeiten gibt es zur geplanten Barriere auf dem Mutschellen, die künftig Unfälle wie jenen vom 19. Oktober verhindern soll. Eine solche ist vom Bundesamt für Verkehr bereits 2014 gefordert und in der Folge auch projektiert worden. Gegen das Vorhaben gab es allerdings Opposition, die Beschwerden sind beim Bundesverwaltungsgericht hängig.