Wahl

Die Leser haben entschieden: Jackie Rubi ist Limmattalerin des Jahres

Jackie Rubi gründete 1998 das Orgelsurium in Unterengstringen. Das Museum für Hammond-Orgeln entwickelte sich zu einer beliebten Spielstätte für Musiker.

Jackie Rubi gründete 1998 das Orgelsurium in Unterengstringen. Das Museum für Hammond-Orgeln entwickelte sich zu einer beliebten Spielstätte für Musiker.

Ihr Orgelsurium hat es den Leserinnen und Lesern der Limmattaler Zeitung angetan. Jackie Rubi erhält mehr als 400 Stimmen und darf sich nun Limmattalerin des Jahres 2017 nennen.

Der Entscheid ist gefallen. Die Leserinnen und Leser der Limmattaler Zeitung haben Jackie Rubi zur Limmattalerin des Jahres 2017 gewählt. 1998 rief sie das Orgelsurium in Unterengstringen ins Leben. Dies, weil sie es nicht über ihr Herz brachte, die von ihren Kunden in der Musik Günthart AG eingetauschten Hammond-Orgeln weiterzuverkaufen.

Das Orgelmuseum hat sich seither zu einer beliebten Spielstätte vieler Musiker von nah und fern entwickelt. Und auch die Besucher erfreuen sich seit 20 Jahren an diesem aussergewöhnlichen Ort. Doch bald ist Schluss. Diesen Herbst hat die letzte Konzertsaison begonnen.

Deutliches Votum

Ihr langjähriges Engagement wurde nun von der Leserschaft der Limmattaler Zeitung gewürdigt. 436 Stimmen erhielt Jackie Rubi. Es war ein deutliches Votum. Auf den zweitplatzierten Senat Iseni entfielen 245 Stimmen. Der 31-jährige Dietiker arbeitet seit zehn Jahren am Bahnhof Stadelhofen in Zürich und hat in dieser Zeit schon drei Personen das Leben gerettet.

Das letzte Mal war dies Anfang Oktober der Fall, als es galt, ein Baby und dessen Mutter aus dem Gleisbereich im Bahnhof vor dem einfahrenden Zug in Sicherheit zu bringen. Die Mutter hatte nicht gemerkt, wie der Kinderwagen samt Baby Richtung Gleise rollte und schliesslich hinunterstürzte.

Platz drei geht mit 167 Stimmen an Pia Siegrist. Die Präsidentin der Stadtjugendmusik Dietikon sorgte als Vorstandsmitglied im Verein «Welt Jugendmusik Festival Zürich» dafür, dass der Grossanlass mit rund 3700 Jungmusikanten reibungslos über die Bühne ging.

Neuer Rekord

Auch die weiteren Kandidaten, die es nicht aufs Podest schafften, erhielten viel Zuspruch: Die Schwestern Susanne Porchet und Liliane Hagen, die für den Erhalt der rund 100 Jahre alten Blutbuche auf dem Schlieremer Stadtplatz kämpfen, die Birmensdorferin Brigitte Post, die mit ihrer Stiftung Tierbotschafter.ch seit fünf Jahren Einzelkämpfer und kleine Organisationen mit eigenen Tierschutzprojekten rund um den Erdball unterstützt, und Pfarrer Ernst Sieber aus Uitikon, der dieses Jahr seinen 90. Geburtstag feierte und sich seit Jahrzehnten für Arme und Benachteiligte einsetzt.

Insgesamt nahmen 1020 Personen an der Abstimmung teil, so viele wie noch nie, seit die Wahl 2007 eingeführt wurde. Der bisherige Rekord stammt aus dem Jahr 2014. Damals stimmten 998 Personen ab. Davon entfielen 442 Stimmen auf die Weininger Hundeaktivisten Silvia und Josef Zihlmann.

Engagement wird gelobt

Dieses Jahr fiel die Wahl auf eine Frau, die vielen Leuten unvergessliche Stunden bereitete, wie aus zahlreichen Zuschriften hervorgeht. «Schon seit Jahren kommen wir ins Orgelsurium und geniessen es jedes Mal», schreibt eine Wählerin. Eine andere hebt die besondere Atmosphäre der Spielstätte hervor und lobt, dass dort den Besuchern die Gelegenheit geboten werde, mit den Künstlern zusammenzusitzen.

Viele heben das langjährige Engagement der Preisträgerin hervor. «Sie hat seit Jahren ausserordentlich viel zur Pflege der kulturellen Vielfältigkeit im Limmattal beigetragen», heisst es etwa. Aber auch Bedauern über das bevorstehende Ende wird immer wieder geäussert. Jackie Rubi selber zeigte sich gestern überrascht, als sie vom Sieg erfuhr. «Das ist der Hammer», sagte sie. Zur Belohnung darf die 62-Jährige zusammen mit einer Begleitung eine Nacht im Seminar- und Wellnesshotel Stoos verbringen.

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