Dietikon
Die «Krone» in Dietikon ist nun komplett vermietet

Die verwaisten Obergeschosse der historischen Taverne zur Krone werden im Frühjahr 2013 endlich bezogen. Wie der Dietiker Stadtrat gestern mitgeteilt hat, konnten sämtliche Büroflächen vermietet werden.

Katja landolt
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Die Büroräume des historischen Gebäudes Taverne zur Krone blieben lange Ladenhüter. b. hamilton-irvine

Die Büroräume des historischen Gebäudes Taverne zur Krone blieben lange Ladenhüter. b. hamilton-irvine

Per April soll im zweiten Stock eine Personalvermittlung und im dritten Stock eine Pensionskassenverwaltung einziehen. Im ersten Obergeschoss hat sich per September eine Finanzberatungsfirma eingerichtet.

Im April 2010 wurde die «Krone» eröffnet; damals nahm auch das Restaurant «Taverne zur Krone» unter der Leitung von Heinz Schenkel und Maria de Lourdes Schenkel seinen Betrieb auf.

Die Obergeschosse mit einer Gesamtfläche von rund 700 Quadratmetern aber blieben leer. Es fanden sich keine Mieter, obwohl die Liegenschaft unter anderem während 15 Monaten auf der Internet-Immobilienplattform «homegate.ch» sowie in diversen Fachzeitschriften und Printmedien inseriert worden war. Die Stadt vergab darauf hin den Auftrag an eine renommierte Immobilienfirma, geeignete Mieter zu finden.

Mieterausbau brachte Erfolg

Der Stadtrat bezeichnete den generell schlechten Markt bei Dienstleistungsflächen als eine Ursache für die harzige Mietersuche. «Zudem hat es sich gezeigt, dass die teilweise mangelnde Vorstellungskraft bezüglich des Endausbaus für die erfolgreiche Vermietung auch nicht günstig ist», schrieb er in einen Antrag an das Parlament im Juli 2011.

Dieses sprach sich im Herbst vor einem Jahr schliesslich für einen Zusatzkredit von 770000 Franken aus, um die «Kronen»-Obergeschosse auszubauen und so die Vermietung anzuregen. Im März 2012 dann ein erster Erfolg: Die Stadt konnte einen Mietvertrag über die Bürofläche im 1.Obergeschoss abschliessen.

Für die Arbeiten an der Liegenschaft hat die Stadt tief in die Tasche greifen müssen: Für den Kauf, die Projektierung und den Umbau des historisch wertvollen Gebäudes investierte Dietikon bislang über
14 Millionen Franken. Durch die Mietausfälle entging der Stadt als Eigentümerin der Liegenschaft ein Betrag im sechsstelligen Bereich.