Dietikon
Die Gesundheit zwingt Stadtrat Jean-Pierre Balbiani (SVP) zum Rücktritt

Der Dietiker SVP-Politiker zieht sich zurück - per sofort vom Präsidium des Limeco-Verwaltungsrats, auf die Erneuerungswahlen von nächstem Jahr auch als Stadtrat.

Sophie Rüesch
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Jean-Pierre Balbiani anlässlich einer Limeco-Pressekonferenz in der Umweltarena Spreitenbach.

Jean-Pierre Balbiani anlässlich einer Limeco-Pressekonferenz in der Umweltarena Spreitenbach.

Sandra Ardizzobe

Nach über 13 Jahren hat der Dietiker SVP-Stadtrat Jean-Pierre Balbiani genug: Wie seine Partei mitteilt, gibt Balbiani per sofort das Präsidium des Verwaltungsrats der interkommunalen Anstalt Limeco ab. Bis Ende der Amtsperiode im nächsten Jahr bleibt er allerdings noch Mitglied des Verwaltungsrats.

Bei den kommunalen Erneuerungswahlen, die Anfang 2018 stattfinden werden, wird Balbiani nicht mehr antreten. Er wurde 2003 als Nachfolger von Parteikollege Arthur Hess in den Dietiker Stadtrat gewählt, wo er zuerst als Werkvorstand amtete, bevor er 2010 Schulvorstand wurde.

Seine Partei schreibt in der Mitteilung, dass ihr Stadtrat viel Zeit seines Lebens in die Limeco und die Schule Dietikon investiert habe; "die Verantwortung für zwei solche Betriebe zu haben, ist gross". Kürzlich habe ihm "die Gesundheit einen Streich gespielt", was ihn veranlasste, sich zurückziehen. Ihm sei es aber wichtig, dass "alles in geordneten Verhältnissen übergeben wird".

Bei der Limeco stehen mit dem Ausbau des regionalen Fernwärmenetzes und einem neuen Standort für die Abfallverwertung in nächster Zeit grosse Projekte an.

Nachfolger von Balbiani als Limeco-Verwaltungsratspräsident wird der Schlieremer Werkvorstand Stefano Kunz (CVP), der bisher Vizepräsident war. Seine Nachfolge wiederum übernimmt der Unterengstringer Finanzvorstand Marcel Balmer.

Die SVP, die in der Exekutive neben Balbiani zurzeit durch Roger Brunner und Roger Bachmann vertreten ist, will den freiwerdenden Sitz verteidigen und 2018 erneut mit einem Dreierticket antreten. Die ersten Gespräche seien bereit seit rund einem Jahr am laufen; im Frühherbst will die Ortspartei entscheiden, wer das interne Rennen macht.