Eishockey: Vor einem Jahr stand der EHC Urdorf noch in der 3. Liga. Und eigentlich müssten die Urdorfer auch diese Saison in der 3. Liga bestreiten. Doch unter anderem wegen der neu eingeführten MySports-League und der guten Platzierung steigen die «Stiere» im Frühjahr in die 2. Liga auf, aus der sie vor einem Jahr abgestiegen waren.

Fussball: Auch im Fussball gibt es einen unerwarteten Aufstieg. Als grosser Favorit für die Beförderung in die 2. Liga gilt in der Saison 2016/17 in der Gruppe 2 der 3. Liga erst der zuvor abgestiegene FC Birmensdorf. Doch die Birmensdorfer bekommen bald Konkurrenz aus dem Limmattal, nämlich vom FC Urdorf. Die Urdorfer steigern sich im Laufe der Saison kontinuierlich. Am Ende lässt Gianni Musumecis Team alle Konkurrenten hinter sich und sichert sich zum Saisonabschluss im Juni den ersten Tabellenrang. Nach vier Jahren spielen die Urdorfer damit erstmals wieder in der 2. Liga.

Die Urdorfer feiern sich und den Aufstieg in die 2. Liga.

Die Urdorfer feiern sich und den Aufstieg in die 2. Liga.  

Tennis: Ebenfalls einen Schritt nach oben machen im Frühling die Damen des Tennisclubs Weihermatt. Allerdings eher unverhofft: Das Damenteam, das rein sportlich gesehen in der Nationalliga C angesiedelt wäre, wird nach einem Entscheid von Swiss Tennis in die Nationalliga B befördert. Zuvor ist das Team des Tennisclubs Hörnli Kreuzlingen zurückgezogen worden. Die Urdorferinnen dürfen nachrücken und gehören auf einen Schlag zu den elf besten Damenteams in der Schweiz. Für den TC Weihermatt ein historischer Moment: Zum ersten Mal überhaupt in der fast 50-jährigen Geschichte des Vereins spielt ein Damenteam den Interclub in der zweithöchsten Spielklasse.

Fussball: Ende Mai ist es definitiv: Die zweite Mannschaft des FC Schlieren muss den Gang in die 4. Liga antreten. Nach der 2:4-Niederlage gegen Höngg II können sich die Schlieremer nicht mehr retten – trotz drei ausstehender Partien ist der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz zu gross. Die Limmattaler haben nur eine Saison in der 3. Liga gespielt.

Handball: Auch die Handballer des HC Dietikon-Urdorf verpassen den Ligaerhalt. In den beiden Abstiegsbarragespielen gegen Wacker Thun II ziehen die Limmattaler den Kürzeren. Damit endet die dreijährige Zugehörigkeit in der 1. Liga, die Limmattaler spielen seit dieser Saison wieder in der 2. Liga.

Tennis: Nur ein Jahr hielt es dagegen das Herrenteam 55+ des Tennisclubs Schlieren eine Liga höher aus. Die Interclubspieler, die im vergangenen Jahr in die Nationalliga A aufgestiegen waren, sind in dieser Saison bereits wieder abgestiegen.

Fussball: Im Sommer kommt es bei der ersten Mannschaft des FC Schlieren zu einem Trainerwechsel: Der langjährige Trainer Davide Molinaro verlässt den Verein, der damalige Sportchef Gianni Petrone übernimmt. Doch die Schlieremer, die in der Saison zuvor nur knapp die 2. Liga halten konnten, kommen nicht in die Spur. Die Limmattaler verlieren sieben von elf Partien und gewinnen nur zwei Spiele. Petrone muss Ende Oktober gehen, für ihn kommt Besnik Ramadani. Er hat die Schlieremer bisher erst trainiert, an einem Spiel hat er sie noch nicht betreut.

Die Schlieremerin Seraina Küng (rechts, im gelben Trikot) und ihre Kolleginnen haben ab sofort einen neuen Trainer.

Die Schlieremerin Seraina Küng (rechts, im gelben Trikot) und ihre Kolleginnen haben ab sofort einen neuen Trainer.  

Auch beim Nationalliga-B-Team der Frauen vom FC Schlieren muss der Trainer weichen. Aziz Aniba, der erst im Sommer das Team übernommen hat, wird Mitte November nach nur sieben Spielen (ein Sieg, drei Niederlagen, drei Unentschieden) seiner Aufgaben entbunden. Getoar Sallauka soll mit den Schlieremerinnen nun den Ligaerhalt schaffen, der alles andere als gesichert ist. Auch Sallauka hat sein neues Team noch nicht an einer Partie gecoacht.

Fussball: Die Nationalspielerin Rahel Kiwic, die ihre Karriere einst beim FC Dietikon begonnen hat, wechselt im Sommer innerhalb der deutschen Bundesliga vom MSV Duisburg zum 1. FFC Turbine Potsdam. Potsdam gilt als Spitzenverein und konnte bereits sechsmal die deutsche Meisterschaft, dreimal den deutschen Pokal und zweimal die Champions League gewinnen.

Fussball: Zwar spielt Selcuk Sasivari noch als Verteidiger beim FC Schlieren. Doch hauptberuflich ist Sasivari Trainer. Und das äusserst erfolgreich. Im Sommer wird er beim Grasshoppers Club Zürich als Trainer der FE-13 zum Haupttrainer der U15 befördert.

Motorsport: Ende Oktober fährt Bruno Weibel im portugiesischen Estoril sein letztes Saisonrennen in der FIA Lurani Trophy, jener Serie mit historischen Rennwagen. Der Urdorfer geht nicht mit seinem Lotus, seinem Stammauto, an den Start, sondern mit einem Stanguellini. Mit einem solchen ist auch der Italiener Daniele Salodini, Weibels grösster Kontrahent im Kampf um die Europameisterschaft, auf der Strecke. Obwohl Weibel sein eigenes Auto viel besser kennt, lässt er Salodini hinter sich. Damit holt er sich den zweiten Europameistertitel nach 2015 und steht nach dem Vizemeistertitel vom vergangenen Jahr wieder ganz zuoberst.

Geräteturnen: Bei den Mannschafts-Schweizer-Meisterschaften im Geräteturnen in Bern turnen die Limmattalerinnen Nathalie Schneider und Maya Keller in der Kategorie der Damen mit dem Team Zürich I mit. Wie schon letztes Jahr gewinnt das Team die Silbermedaille.

Nathalie Schneider und ihre Teamkolleginnen holen an der Schweizer Meisterschaften Silber.

Nathalie Schneider und ihre Teamkolleginnen holen an der Schweizer Meisterschaften Silber. 

Curling: Noch erfolgreicher waren die Geschwister Alina und Claudio Pätz. Bei den Schweizermeisterschaften in Flims holen beide den Titel. Damit feiern die Urdorfer eine Premiere: Zum ersten Mal überhaupt stehen sie bei einer SM gemeinsam zuoberst auf dem Podest und qualifizieren sich beide für die Weltmeisterschaften in China beziehungsweise Kanada. Während Alina Pätz und ihr Team die hohen Erwartungen nicht erfüllen können und am Ende den achten Rang belegen, gewinnt Claudio Pätz WM-Bronze.

Judo: Schweizer Meister darf sich auch Julian Bersnak vom Judosportclub Dietikon nennen. Er holt Mitte November in der Kategorie U21 (bis 55 kg) bei den Schweizermeisterschaften in Neuenburg die Goldmedaille. Dazu gibt es weitere Edelmetalle für die Dietiker: Cyrill Marcarini gewinnt in der Kategorie U18 (bis 60 kg) die Silbermedaille, und Julia Krämer darf sich in der Kategorie U21 (bis 70 kg) über Bronze freuen. Es sind die erfolgreichsten Schweizermeisterschaften in der Geschichte des JSC Dietikon.

Julian Bersnak vom Judosportclub Dietikon wird Schweizer Meister.

Julian Bersnak freut sich über seine Goldmedaille. zvg

Julian Bersnak vom Judosportclub Dietikon wird Schweizer Meister.  

Cross: Die Urdorferin Lara Alemanni kann bei der Cross-Schweizer-Meisterschaft in Spiegel bei Bern ihren Titel verteidigen. In der Kategorie der U20-Juniorinnen gewinnt sie überlegen.

Pontoniere: Einen Titel können auch die Dietiker Pontoniere feiern – zumindest zur Hälfte. Tamara Kamm und Jeannette Liniger, die zwar für Aarwangen fahren, aber bei den Dietikern trainieren, stehen an der Schweizer Meisterschaft im Einzel in Wallbach zuoberst auf dem Treppchen. Ihre männlichen Kollegen vom Pontonierverein Dietikon, die im letzten Jahr noch mit zwei Titeln brilliert haben, gehen dagegen leer aus.

Squash: Und auch im Mannschaftssport können die Limmattaler einen Titel holen: Der Squashclub Vitis Schlieren wird Schweizer Meister. Die Herren besiegen Grabs im Playofffinal klar mit 3:0. Damit haben die Limmattaler ihren Titel vom Vorjahr verteidigt und sind insgesamt zum fünften Mal die beste Schweizer Squashmannschaft.

Tischfussball: Und zu guter Letzt noch ein echtes Highlight: Die Dietikerin Cindy Kubiatowicz gewinnt im April während der Weltmeisterschaften in Hamburg den Titel im Einzel bei den Damen. Damit ist Kubitatowicz offiziell die beste Tischfussballerin der Welt. Für Kubiatowicz ist es übrigens nicht der erste Titel in ihrer Karriere. Schon letztes Jahr wurde sie in den Kategorien Damen Einzel, Damen Doppel, Classic Doppel und Damen Schweizer Nationalteam Weltmeisterin.

Cindy Kubiatowicz ist wieder Weltmeisterin geworden.

Cindy Kubiatowicz ist wieder Weltmeisterin geworden.