Schon kurz nach Eröffnung der sanierten und überdachten Eisbahn Weihermatt am 29. Oktober letzten Jahres kam es zu Reklamationen von Benutzern: Es tropfte Kondenswasser vom Hallendach und die hölzernen Dachkonstruktionen zeigten dunkle Flecken.

Dies wird auch künftig so bleiben, wie der Gemeinderat aufgrund Empfehlungen von externen Sachverständigungen entschieden hat. Infrage gekommen wäre eine Vergrösserung der Firstentlüftung, wie Franz Wipfli, Bereichsleiter Liegenschaften und technische Betriebe, auf Anfrage erklärte.

Man habe sich das Problem mit Fachleuten angeschaut. Dabei sei man zum Schluss gekommen, dass es nicht abschätzbar sei, ob eine Querschnittvergrösserung der Firstöffnung überhaupt wirksam ist und nicht andere Probleme mit sich bringen würde. Wipfli denkt dabei an Dreck, Staub und andere Dinge. Auch Tiere, vor allem Vögel, könnten sich vermehrt in die Halle verirren. Die durch Dreck und Tiere verursachten Rückstände auf dem Eis würden sich negativ auf die Eisqualität auswirken.

«Das kennen alle offene Hallen»

«Das Problem der Kondensatbildung kennen offenbar alle offenen Hallen, die einen mehr und die anderen weniger», urteilt Wipfli. Das Problem sei, dass das Eis Feuchtigkeit abgebe, die von der warmen Luft aufgenommen werde. Das Kondensat trete auf, sobald eine grössere Abweichung zwischen Eis- und Aussentemperatur herrsche.

Dieses Phänomen trete allerdings nur in den wärmeren Zeiten auf, insbesondere im Herbst. «Sobald es draussen kalt wird, geht die Kondensation schlagartig weg. Im Dezember haben wir damit praktisch keine Probleme mehr», erklärt Wipfli.

Garantieverpflichtung wichtig

Wie Gemeindeschreiber Urs Keller ergänzend ausführt, habe der Gemeinderat beschlossen, daher auf bauliche Massnahmen zu verzichten. Insbesondere geht es um die Gewährleistung der Garantieverpflichtung des Totalunternehmers. «Ansonsten wäre sie verwirkt», so Keller.

«Es wird auch nächsten Herbst wieder von der Decke tropfen, aber das muss man bei einer solchen Hallenkonstruktion offenbar in Kauf nehmen», fährt er fort. Wie bereits im März dieses Jahres berichtet, sei der Gemeinderat im Vorfeld der Sanierung der Kunsteisbahn nicht über diese Folgen informiert worden.

Keine Fungizide verwenden

Da sind noch die Verfärbungen durch Schwarzschimmel an den tragenden Dachbalken. «Man könnte ihnen durch das Abwaschen mit anschliessender Nachbehandlung mit Fungiziden beikommen, müsste dies aber alle drei bis vier Jahre vornehmen», erklärt Franz Wipfli. «Das macht aber auf Sportanlagen keinen Sinn, das würde sich auswaschen und die Gesundheit der Sport treibenden beeinträchtigen.» Es sei ein ästhetisches Problem, kein Problem der Bausubstanz», fügt der Gemeindeschreiber an. Die Gesundheit der Besucherinnen und Besucher sei durch die Verfärbungen nicht beeinträchtigt.

Schliesslich kam es wegen des abgerundeten Foliendachs zeitweise zu Schneerutschungen. Dies war vor allem auf der Talseite der Fall. Auch hier überlegte man sich, Schneefänger zu montieren, liess davon jedoch wieder ab, nicht zuletzt wiederum wegen der Garantiefrage. Man werde die Benutzer im Fall von Schnee auf dem Dach mit Abschrankungen sichern. «Wir haben genügend Platz für die Rutschungen», sagt Franz Wipfli abschliessend.