Verkehr

Die Bundesgelder für die zweite Etappe der Limmattalbahn liegen auf dem Tisch

Die zweite Etappe der Limmattalbahn führt von Schlieren bis Killwangen. (Archiv)

Die zweite Etappe der Limmattalbahn führt von Schlieren bis Killwangen. (Archiv)

Wegen der Volksinitiative gegen die zweite Etappe der Limmattalbahn ist unklar, ob diese gebaut wird. Aber die Teilfinanzierung durch den Bund ist jetzt aufgegleist.

539,37 Millionen Franken kostet die zweite Etappe der Limmattalbahn von Schlieren über Urdorf, Dietikon und Spreitenbach nach Killwangen. Doch die Zürcher und Aargauer Steuerzahlerinnen und Steuerzahler müssen nicht alles selber berappen. Denn 35 Prozent übernimmt der Bund: 188,78 Millionen Franken sollen aus der ganzen Eidgenossenschaft ins Limmattal fliessen. Die Genehmigung des Verpflichtungskredits dafür ist gestern ein Stück näher gerückt. Denn der Bund hat die Vernehmlassung für die dritte Generation des 1,12 Milliarden Franken schweren Schweizer Agglomerationsprogramms gestartet, von dem die Limmattalbahn ein wichtiger Teil ist.

Reicht es für die Abstimmung?

Nachdem die Vernehmlassung am 30. April zu Ende gegangen sein wird, könnte die Vorlage noch etwas geändert werden, bevor der Bundesrat sie im September zuhanden von National- und Ständerat verabschiedet. Die beiden Kammern sollen das Agglo-Programm, das aus dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) gespeist wird, im Frühling oder Sommer verabschieden. Noch unklar ist, ob der Bundesrat seine Botschaft zuhanden von National- und Ständerat noch vor oder erst nach der zweiten Limmattalbahn-Abstimmung verabschiedet. Die Volksabstimmung wird voraussichtlich am 23. September oder am 25. November über die Bühne gehen.

Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektion ist erfreut, dass die Limmattalbahn wie geplant im Agglo-Programm drin ist. «So kann die Bahn fristgerecht bis 2022 fertig gebaut werden. Was die anderen Zürcher Projekte im Agglo-Programm betrifft, müssen wir noch eine genauere Prüfung vornehmen, bevor wir uns in der Vernehmlassung einbringen», sagte Direktionssprecher Jérôme Weber auf Anfrage.

Neben den Grossprojekten wie der Limmattalbahn sind im Programm diverse andere Projekte aus dem Limmattal enthalten. Davon ist der Grossteil der Priorität B zugeordnet, so etwa der Ausbau der Fussgänger- und Velounterführung zwischen Post- und Bahnstrasse beim Dietiker Bahnhof. Die Gelder für diese B-Massnahmen werden es frühestens ins vierte Agglo-Programm schaffen, dass 2023 in die Vernehmlassung geht. Für die Priorisierung der Zürcher Projekte nimmt der Bund jeweils Rücksprache mit dem Kanton. B-Massnahmen müssen teils noch etwas angepasst werden. Dass ein Projekt in der B-Liste auftaucht, heisst noch nicht, dass es dereinst definitiv kommt. Es ist aber schon mal ein gutes Vorzeichen. «Zudem ist es für unsere Finanzplanung wichtig», erklärt Lukas Kistler, Sprecher des Bundesamts für Raumentwicklung.

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