Weiningen

Die blühenden Reben werden auch heute noch einmal gefeiert

Das 13. Weininger Rebblütenfest geht nach einem strahlenden Wochenende langsam dem Ende zu. Die Weiningerinnen und Weininger nutzen aber auch heute noch einmal die Gelegenheit, ihren Wein und sich selbst zu feiern.

Der Dorfbetrieb in Weiningen war dieses Wochenende ein ganz anderer als sonst. Dass alles bunter, lebendiger und die Strassen alle so belebt waren, ist dem Rebblütenfest zu verdanken, das nicht nur die eigenen Bewohner anzieht, sondern auch zahlreiche Leute aus den umliegenden Gemeinden anlockt.

Den Auftakt bildete gestern Vormittag der traditionelle Gästeempfang. Der gesamte Weininger Gemeinderat, Kantons- und Gemeinderäte sowie Präsidenten der umliegenden Gemeinden, Wirtschaftsvertreter und sogar zwei Weltmeisterinnen bildeten dabei eine illustre Runde.

Mario Fehr ist auch dabei

Die Gemeinde hatte auch Regierungsrat Mario Fehr eingeladen. Er wurde von OK-Präsident Hans-Heinrich Haug vorgestellt, der meinte: «Herr Fehr ist etwas nervös, vor diesem Publikum zu sprechen. Aber geben wir ihm doch eine Chance». Zumindest gelangweilt dürfte sich während Fehrs Rede niemand haben. Während er betonte, wie wichtig dieses Fest für das Weindorf sei, legte er auch eine gehörige Portion Humor an den Tag. Als Regierungsrat interessiere ihn natürlich die Weininger Rebsorte «Regent» am meisten; diese würde ihm nicht nur des Namens wegen entsprechen, sondern weil der Wein aus diesen Trauben ein «tiefroter» sei, meinte der SP-Politiker.

Curling-Weltmeisterinnen Carmen Schäfer und Janine Greiner

Ausserdem erschienen die Urdorfer Kantonsrats-Vizepräsidentin Brigitta Johner, der Dietiker Kantons- und Gemeinderat Josef Wiederkehr, der Schlieremer Kantons- und Gemeinderat Andreas Geistlich, der Oberengstringer Gemeindepräsident André Bender, der Oetwiler Gemeindepräsident Paul Studer sowie Schulgemeindepräsidentin Ingrid Donatsch. Anwesend waren auch die beiden Weininger Curling-Weltmeisterinnen Carmen Schäfer und Janine Greiner, denen Gemeindepräsident Hanspeter Haug zum Erfolg gratulierte. Für einen Scherz am Rande sorgte der Weininger Banken- und Finanzexperte Hans Geiger, der betonte, dass sein Gesprächspartner Jakob Richi von der Weininger Firma Richi AG der „einzige ordentlich angezogene Mann» auf dem Platz sei.
Während sich die geladenen Gäste bei einem Glas Weininger unterhielten, erfreuten sich die anderen Besucher an den Marktständen mit Leckereien wie hausgemachten Zöpfen, selbst gebranntem Likör und geräucherten Würsten. Auch die Degustation des dorfeigenen Weins durfte nicht fehlen. Und wem bei all den Köstlichkeiten schon das Wasser im Mund zusammenlief, konnte seinen Hunger mit einem Sommerspiess oder einem Crêpe stillen.

Nebst den kulinarischen Köstlichkeiten wurde auch jede Menge Handgemachtes angeboten. Da warteten Plüschtiere im Hasenfellpelz auf einen Käufer und gleich gegenüber waren die Arbeiten der Bewohner des Pflegezentrums zu bestaunen. Das Filzen von Ketten mache den alten Menschen Spass und fördere zugleich ihre Fingerfertigkeit, wusste die Verkäuferin.
In einem zweiten Programmteil am Nachmittag waren auf der Tanzbühne vor allem die Kleinen für einmal ganz gross. Erst zeigten die Mädchen und Jungs der Tanzfabrik Urdorf ihre Hip-Hop-Moves. Akrobatisch ging es mit der «Meitliriege Weiningen» weiter, die mit Handstandüberschlägen und Saltos die Besucher zu grossem Applaus bewegten.
Andere konnten währenddessen das ganze Festareal von oben betrachten. Für nur 100 Franken lag ein zwölfminütiger Helikopterflug drin. Gemütlicher ging es da auf den Kutschen zu, die mit den Besuchern eine Rundfahrt ums Fest machten.

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