Schlieren
Die Baubewilligung für den Skatepark wird aufgehoben

Das Baurekursgericht hat entschieden: Das Baugesuch für den Skatepark bei der Schulanlage Zelgli wird zur Überarbeitung zurückgewiesen, die Baubewilligung wird aufgehoben. Das Lärmgutachten muss nochmals überarbeitet werden.

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Susi Bodmer

Das Baurekursgericht hat entschieden: Das Baugesuch für den Skatepark bei der Schulanlage Zelgli wird zur Überarbeitung zurückgewiesen, die Baubewilligung wird aufgehoben. «Nun müssen wir halt eine Extrarunde drehen», sagt der Schlieremer Werkvorstand Christian Meier.

Eine schier unendliche Geschichte

Es ist ein weiteres Kapitel in der schier unendlichen Geschichte um die Skateranlage. Und es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass Meier, der sich schon seit Jahren für den Bau der Anlage einsetzt, eine Extrarunde drehen muss. Das Projekt musste bereits unzählige Hürden nehmen, bis das Parlament im April 2010 einen Kredit über 350 000 Franken sprach und bis im Dezember 2010 die Baueingabe erfolgen konnte. Jahrelang hatte sich zuvor kein neuer Standort für die Anlage finden lassen, die einst bei der Goldschlägi-Unterführung stand. Eine bereits 2008 erteilte Baubewilligung für eine Anlage unter der Engstringerbrücke musste zurückgezogen werden, weil sich Widerstand formiert hatte.

Im September letzten Jahres dann wurde bekannt, dass sich auch gegen den vom Parlament für gut befundenen Standort Zelgli eine Gruppe von 60 Anwohnern zur Wehr setzt. Im Juni dieses Jahres reichten sie Rekurs gegen die Baubewilligung ein.

Dass diese nun auf Anweisung des Baurekursgerichts wieder aufgehoben wird, erklärt der Schlieremer Bausekretär René Schaffner folgendermassen: «Das Lärmgutachten muss technisch überarbeitet werden.» Aufgrund von neuen Erkenntnissen und Berechnungsmethoden entspreche das Gutachten laut Baurekursgericht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Pendenzen müsse man nun «Step by Step» abarbeiten, so Schaffner. Danach müsse nicht noch einmal eine Baueingabe gemacht, sondern bloss die Baubewilligung neu erstellt werden.

Nicht berücksichtigt worden sind laut Schaffner die weiteren im Rekurs enthaltenen Punkte: So hatten sich die Anwohner unter anderem gewünscht, dass die Betriebszeiten gekürzt werden, dass ein Musik- und Alkoholverbot ausgesprochen wird und der Platz eingezäunt werden muss. Darauf habe das Gericht aufgrund so genannter «vorweggenommener Annahmen» nicht eingehen können, sagt Schaffner.

Christian Meier ist optimistisch

Werkvorstand Christian Meier bezeichnet es als «unerfreulich», dass der Prozess erneut verzögert wird. Ursprünglich hätte der Skatepark bereits diesen Sommer eröffnet werden sollen. Trotzdem zeigt sich Meier optimistisch, dass die erneute Hürde überwunden werden kann. Gemäss seinem jetzigen Informationsstand sollte die Überarbeitung des Lärmgutachtens gut machbar sein, so Meier.
Anwohner Jean-Marc Fischer, der den Widerstand gegen die Anlage organisiert, hatte den Entscheid des Baurekursgerichts gestern noch nicht erhalten und war dementsprechend noch nicht in der Lage, dazu Stellung zu nehmen.