Dietikon

Die Atelierklasse aus Dietikon verziert Natursteine mit farbigen Motiven

Die Schülerinnen arbeiten geduldig und schnell, damit der Untergrund nicht eintrocknet

Die Schülerinnen arbeiten geduldig und schnell, damit der Untergrund nicht eintrocknet

Die Schulbank gegen einen harten Steinboden eintauschen: Das tut die Atelierklasse des 10. Schuljahrs in Dietikon. Im Rahmen einer Projektwoche arbeiten die Jugendlichen kniend an Mosaikverzierungen in der Freizeitanlage Chrüzacher Dietikon.

Esel, Ziegen, Hühner und Männchen nehmen auf der Natursteinumrandung immer mehr Form an. «Es ist eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag», sagt Lisa, eine der Schülerinnen. «Auch wenn der Rücken irgendwann schmerzt.»

Der Regenbogen als Thema

Das Mosaiken bringen den Jugendlichen die beiden Gestaltungspädagoginnen Sandra Giacomini und Claudia Zumbühl bei, die auch regelmässig Kurse für Freiwillige anbieten, die das Handwerk erlernen wollen. «Es ist ein Geben und Nehmen. Wir zeigen ihnen die Technik und sie verzieren ein Stück der Freizeitanlage», so Giacomini.

Das Thema, das sich durch die ganzen Mosaike hindurch zieht, ist der Regenbogen. Für die Schulklasse ist das die einzige Vorgabe, ansonsten dürfen sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Anhand der gefertigten Skizzen wählen die Jugendlichen gemeinsam mit Giacomini Motive aus und fügen sie schliesslich zu einem Ganzen zusammen.

«Die einzelnen Mosaike sollen zum Schluss ein Gesamtkunstwerk ergeben, das auch thematisch in die Anlage passt», so Giacomini. Die Männchen aus Mosaik stehen beispielsweise für die Menschen, da der Freizeitpark ein Begegnungsort ist.

Eine Geduldsarbeit

Lisa hat mit ihrer Schulfreundin Jasmine einen grossen Eselskopf angefertigt. «Wir haben daran einen ganzen Tag gearbeitet. Alleine das Fugen dauerte fast vier Stunden», erzählt die Schülerin. Die Fugen, also die Schaffung des Untergrunds aus Lehm, ist ein zentraler Teil. Denn nur so halten die Plättchen auch auf dem unebenen Stein.

Giacomini plant weiterhin Projekte, um den Park zu verschönern. «Das Highlight und zugleich der Abschluss, wird aber die Moskaikskulptur, die zum 50. Jubiläum der Anlage eingeweiht wird», sagt Giacomini.

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