Die Mehrheit der Stadtzürcher Stimmberechtigten ist für ein neues Hockeystadion. 56,6 Prozent haben sich vor einem Jahr für das Projekt «Theatre of Dreams» entschieden.
Bis mit dem Bau begonnen werden kann, sind aber noch Hürden im Gemeinde- und Kantonsrat zu nehmen. In einer nächsten Runde befindet der Stadtzürcher Gemeinderat über den privaten Gestaltungsplan. Die Weisung dazu liegt nun vor. Allenfalls schon am Mittwoch wird sie der Rat an die zuständige Kommission zur Beratung überweisen. Anfang Jahr ist die Debatte im Parlament der Stadt Zürich zu erwarten.


Nebst dem Gestaltungsplan wird auch die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO) behandelt. Diese ist nötig, weil das Gebiet von einer Erholungszone in eine Zone für öffentliche Bauten umzuwandeln ist. Wo ab 2022 die ersten Tore fallen sollen, liegt heute ein Schrebergarten. 120 Familiengärten müssen der 11 600 Zuschauer fassenden Arena mit Trainingshalle, Gastronomie und Büros weichen.

Eher kein Referendum

Sowohl die Teilrevision der BZO als auch der Gestaltungsplan unterliegen dem fakultativen Referendum. Opponierende Parteien könnten eine der Vorlagen – oder beide – vors Volk bringen und das Stadionprojekt doch noch kippen. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings gering.
AL und Grüne waren die einzigen Parteien, die sich gegen die ZSC-Arena ausgesprochen hatten: die AL wegen der Finanzierung, die Grünen wegen dem Standort. Doch beide scheinen sich mit der Niederlage an der Urne abgefunden zu haben. Grundsätzlich habe sich die Meinung der AL nicht geändert, sagt Fraktionspräsident Andreas Kirstein. «Aber ich kann mir derzeit nicht vorstellen, dass wir das Referendum ergreifen.»
Genauso tönt es aus den Reihen der Grünen. Würde die Partei nach dem Volks-Ja das Referendum ergreifen, stünde sie als schlechte Verliererin da, sagt Gemeinderätin Karin Rykart. Denkbar seien jedoch inhaltliche Korrekturen, beispielsweise was die Erschliessung oder die Nutzung durch die Bevölkerung betreffe.