In der Stadt Dietikon sollen Wohnsiedlungen möglich werden, die über keine oder bloss über wenige Parkplätze verfügen. Dies verlangt Gemeinderat Andreas Wolf (Grüne) in einer Motion, die von 16 weiteren Parlamentariern aus den Reihen von Grünen, SP, AL, EVP und FDP mitgetragen wird.

Noch immer seien Bauherren in Dietikon in jedem Fall angehalten, eine vorgegebene Anzahl an Pflichtparkplätzen zu erstellen – oder aber eine hohe Ersatzabgabe zu leisten, hält Wolf in seinem Vorstoss fest. Dabei nehme die Anzahl an autofreien oder zumindest autoarmen Haushalten in den Städten stetig zu. «Mit einer Flexibilisierung der Pflichtparkplatzzahl kann dieser Entwicklung Rechnung getragen werden.» Zudem liessen sich so auch «sinnlose Investitionen in unerwünschte Parkplätze verhindern». In Städten wie Winterthur, Zürich oder Baden seien die Bestimmungen bereits vor Jahren entsprechend gelockert worden, schreibt Wolf weiter. Dort hätten deshalb unkompliziert autofreie oder autoarme Siedlungen erstellt werden können.

Dies sollte auch in Dietikon möglich sein, fordert Wolf. Zumal hier gerade in den nächsten Jahren diverse Ersatz- und Neubauprojekte anstehen würden, sei dies im Niderfeld oder entlang der entstehenden Limmattalbahn. «Bauherrschaften, welche den Bau von autofreien oder autoarmen Wohnungen beabsichtigen, soll dies ermöglicht werden, und zwar ohne dass sie dafür bestraft werden.» So könnte auch erreicht werden, dass ein Grossteil des neuen, zusätzlichen Verkehrs durch öV, Velo- oder Fussverkehr bewältigt werde, wie dies der Richtplan und das Agglomerationsprogramm vorsehen. (og)