Wer seine Jugend in einer Organisation wie der Pfadi oder Cevi verbracht hat, kennt sie in- und auswendig: Die Zelte von Spatz. Der Gruppenspatz – für sechs, acht oder zehn Personen – ist eine feste Grösse in sämtlichen Zeltlagern. Wechselhaft ist allerdings die jüngere Geschichte des Unternehmens.

Im Herbst 2014 zog der Spatz von seinem ursprünglichen Standort an der Hedwigstrasse in Zürich – zwischen dem Klusplatz und dem Hegibachplatz gelegen – an sein neues Domizil in Wallisellen beim Glattzentrum. Dieser Umzug erfolgte mit einem neuen Besitzer und mit hochfliegenden Plänen. Man wollte damals das etwas angestaubte Image loswerden – und scheiterte. Im Januar 2016 musste der Zelthersteller gar Konkurs anmelden.

Die Fans kaufen sich die Fabrik

Doch dies war nicht der Untergang: Zeltenthusiasten ersteigerten die Manufaktur aus der Konkursmasse und gründeten die Spatz Zelt und Reparatur AG. Spatz-Kunden konnten ihre Zelte daraufhin in der Segelklinik in Wädenswil kaufen und auch dort zur Reparatur bringen.

Jetzt steht ein neues Kapitel in der langen Firmengeschichte an. Spatz konzentriert sich auf den Standort an der Luegislandstrasse 105 in Zürich-Schwamendingen, wie es in einer Mitteilung des Zeltherstellers heisst. In Schwamendingen hat man die letzten Jahre bereits die Zelte produziert. Neu ist dort nun auch die Anlaufstelle für Kauf und Reparatur. Bei Spatz verspricht man sich einen Effizienzgewinn, wenn die Mitarbeiter nicht ständig zwischen Zürich und Wädenswil hin- und herreisen müssen. (pag)