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Der Lohn für das Aufstiegsteam: Trainer Ivelj räumt die Kabine auf

Nach den Feierlichkeiten auf der Dornau zog die Dietiker Feierkarawane weiter nach Zürich, wo es spät respektive früh wurde. Trainer Goran Ivelj war bereits am Sonntagmittag wieder auf der Sportanlage anzutreffen.

Ivelj brachte mit der Unterstützung seiner Mutter die von den Feierlichkeiten in Mitleidenschaft gezogene Garderobe wieder auf Vordermann. «Diesen Einsatz meinerseits haben die Jungs mit ihrer Leistung verdient», erklärte der nun zweifache Aufstiegstrainer, der immerhin vier Stunden Schlaf abgekriegt hatte.

In der 1. Liga würde die Anzahl Trainingseinheiten nicht erhöht um Vergleich zur abgelaufenen Saison, in der die Dietiker dreimal trainierten. «Die Intensität der Einheiten ist entscheidend. Wir hatten nie physische Probleme, sondern konnten im Gegenteil am Schluss immer zusetzen», erklärt Ivelj die Entscheidung.

Der 34-Jährige, der seinen Vertrag während der Spielzeit um zwei Jahre verlängert hat und sich über eine Aufstiegsprämie freuen darf, streicht den Teamgeist als Hauptgrund für den Erfolg heraus. «Was die Jungs auf die Beine stellten, ist grossartig», konstatiert der frühere Profispieler.

Verbesserte Defensive

Natürlich lässt sich der Aufstieg auch an Zahlen festmachen. Die 59 Punkte aus 26 Matches bedeuten einen Rekord unter Goran Ivelj. In der Rückrunde holte der FCD zwar drei Zähler weniger als in der Vorrunde,  verlor aber nur noch einmal statt zweimal.

Am eindrücklichsten ist die Entwicklung in der Defensive. Nach 13 Partien noch mit 18 Gegentoren zu Buche stehend, kassierten die Dietiker im Jahr 2014 nur noch deren 10 und spielten fünfmal zu null. Und das, obwohl Torhüter Joao Ngongo zu Beginn der zweiten Saisonhälfte Schwächen zeigte.

«Wir haben auf ein besseres Abwehrverhalten hintrainiert und konnten das mit Ausnahme der ersten Partie gegen Red Star (3:3, Anm. d. Red.) sehr gut umsetzen», erklärt Ivelj. Er zeigt sich besonders stolz auf die Entwicklung von Ngongo, der in den letzten Saisonspielen mit grossartigen Paraden ein Garant für das Erreichen des Ziels war.

«Jetzt hat er die Chance, als Stammgoalie in die 1. Liga zu gehen», spricht Ivelj dem Talent sein Vertrauen aus.

Am Sonntag im Cup

Mit dem Aufstieg ist die Anspannung im Team abgefallen. Iveljs Aufgabe ist es, die bis am 15. Juni wieder zurückzubringen. Denn erst dann bestreitet der FCD sein letztes Pflichtspiel der Saison. In der Cup-Qualifikation geht es ausgerechnet gegen den Meisterschaftszweiten aus dem Seefeld (16 Uhr, Dornau). Dann nicht im Aufgebot steht der überragende Innenverteidiger Ivica Cokolic, der an diesem Tag als Trauzeuge fungiert.

Der Termin der Begegnung ist etwas unglücklich, spielt doch um 18 Uhr die Schweiz ihr erstes Match an der WM gegen Ecuador. Wie FCD-Präsident Thomi Roht sagt, ersuchten die Limmattaler die Stadtzürcher um eine Vorverlegung auf einen Tag unter der Woche. Seefeld habe das aber abgelehnt.

Wie der Sonnenaufgang über Dietikon um 5.30 Uhr am Sonntagmorgen aussah, zeigt FCD-Vizepräsident und -Speaker Peter Ardielli hier.

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