Vertreter der potenziellen Standortkantone für ein Atommülllager haben sich am Dienstag in einer gemeinsamen Mitteilung an die  Öffentlichkeit gewandt. Sie machen sich stark für die Respektierung des Volkswillens und die Sicherheit möglicher Standorte.

Unterzeichnet wurde die Mitteilung von Parlamentarierinnen und Parlamentariern der Kantone Aargau, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen, Solothurn, Thurgau und Zürich. Sie fordern ihre Regierungen auf, sich für zwei zentrale Anliegen einzusetzen. Erstens dürfe keinem Kanton ein Atommülllager gegen den Willen der lokalen Bevölkerung aufgedrängt werden. Dies gehe in einer Demokratie nicht an. Überzeuge ein Entsorgungskonzept die Bevölkerung, so müsse es niemandem aufgezwungen werden.

Zweitens müssen gemäss den Kantonsvertretern alle Standorte für hochaktive Abfälle gleich gut untersucht werden, bevor ein Standort aus dem Auswahlverfahren ausscheiden könne. Die «geologische Wissenstiefe» müsse bei jeder in Frage kommenden Region gleich sein. Massgebend sei hierfür das Zürcher Weinland, wo 3D-Seismik und Sondierbohrungen durchgeführt wurden. einzelne Kantone hätten dies in der Stellungnahme zur Etappe 1 des Sachplanverfahrens bereits gefordert, heisst es in dem Schreiben.