Am Schluss waren die blütenweissen Trikots der Spieler des SC Zofingen erdbraun. Das Spiel gegen den FC Dietikon war hart umkämpft. Man schenkte sich nichts an diesem warmen Samstag in der Primework-Arena auf der Dornau. Für die Limmattaler ging es trotzdem schlecht aus. Ein 1:3 stand nach dem Spiel zu Buche.

Nach dem starken Start der Dietiker in der 2. Liga interregional mit nur einer Niederlage in den ersten acht Spielen, büsste die Mannschaft von Trainer Goran Ivelj etwas an Schwung ein und konnte gegen Wettingen (1:3) und Biberist (2:2) nur einen Punkt nach Hause nehmen.
Ähnlich schwierig gestaltete sich das Spiel auch gegen Zofingen. Der Aufstiegsaspirant aus dem Aargau zwang dem Spiel bereits früh seinen Stempel auf. Lediglich eine Kopfball-Chance in der 16. Minute von Joao Paiva schaute für die Dietiker in der Anfangsphase heraus. Ansonsten: Ballbesitz Zofingen.

Es überraschte darum nicht, als die Gäste in der 36. Minute in Führung gingen. Nachdem die Dietiker einen langen Ball in die Verteidigung noch wegköpfen konnten, fasste sich Zofingens Mittelfeldspieler Oliver Jonjic aus rund 30 Meter ein Herz. Sein strammer Schuss flog an Freund und Feind vorbei ins hohe Eck. Cyrill Schneider im Dietiker Tor hechtete zwar nach dem Ball – blieb aber chancenlos.

Trotz der Dominanz Zofingens und der «schlechten ersten Halbzeit», wie Dietikons Captain Naim Haziri nach dem Spiel sagte, konnte der FC Dietikon nur wenig später den Ausgleich feiern. Ein langer Ball, ein Fehler der Zofinger Abwehr, und schon konnte Raphael Meyer flach zum 1:1 einschieben.

Weil dem FC Dietikon gegen Zofingen echte Flügelspieler fehlten, musste Trainer Ivelj das System umstellen. Auch ein Grund für die schwache Leistung in der ersten Halbzeit: «Es braucht mehr als nur eine Woche Training, um sich daran zu gewöhnen», sagte Haziri.

Zwei Elfmeter gegen Dietikon

Nach der Halbzeit gelang den Dietikern eine deutliche Leistungssteigerung. «Ich habe der Mannschaft gesagt, dass noch alles möglich ist», sagte Ivelj nach dem Spiel. Trotz der besseren Leistungen in der Offensive musste der FCD bereits in der 52. Minute das 1:2 hinnehmen. Die Zofinger konnte sich etwas gar leicht auf ihrer rechten Angriffsseite durchkombinieren. Der Schuss des erst 16-jährigen Mauro Noordijk wurde von einem Dietiker Verteidiger unglücklich abgelenkt und flog über Torhüter Schneider in den Kasten. «Wir haben viele junge Spieler in der Verteidigung, da fehlt manchmal noch etwas die Entschlossenheit im Zweikampf», sagte Ivelj, «wir vermissen eine Leaderfigur in der Defensive.»

Das 1:2 war nicht die einzige Situation, in der sich die Unerfahrenheit in der Verteidigung zeigte. Nicht weniger als vier Penaltys hätte es gegen den FC Dietikon geben können, wovon aber nur zwei gepfiffen wurden. «Ein bisschen viel», sagte Haziri nach dem Spiel und sein Trainer pflichtet ihm bei: «Es fehlte die Abgeklärtheit», so Ivelj. Den ersten Penalty konnte Schneider noch mit den Beinen abwehren, beim zweiten zum 1:3-Schlussstand in der Nachspielzeit blieb er aber chancenlos.